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Ozon-Alarm in den nächsten Tagen

10-20 Prozent der Menschen reagieren stark auf Ozon.

KÖLN - Wie das Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen mitteilte, werden in den nächsten Tagen kritische Ozonwerte erreicht. Die Grenze liegt dabei bei 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Das Landesumweltamt schreibt dazu: "Hauptzielorgan für die Wirkungen von Ozon ist der Atemtrakt. Da Ozon wenig wasserlöslich ist, kann es bis in die feinsten Verästelungen der Lunge (Bronchiolen, Alveolen) vordringen ... Durch Ozon und die Begleitstoffe des Ozons können Befindlichkeitsstörungen wie Reizungen der Atemwege, Husten, Kopfschmerz und Atembeschwerden sowie Tränenreiz ausgelöst werden. Veränderungen der Lungenfunktion, Erhöhung der bronchialen Reaktionsbereitschaft, Reduzierung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie entzündliche Reaktionen der oberen und unteren Atemwege zählen ebenfalls zu den Kurzzeiteffekten nach Ozonbelastung. Auch eine Zunahme der Häufigkeit von Asthmaanfällen sowie eine Steigerung der allergischen Reaktionsbereitschaft werden im Zusammenhang mit Ozonexpositionen genannt. Zu den chronischen Wirkungen beim Menschen ist bislang wenig bekannt. Bei extremen Expositionsverhältnissen, wie sie allenfalls noch in den USA in Los Angeles auftreten, wurden dauerhafte und sich nicht mehr zurückbildende Veränderungen des Lungengewebes beobachtet. Die in Mitteleuropa derzeit auftretenden Ozonkonzentrationen liegen allerdings deutlich unterhalb solcher Werte. Es wird noch diskutiert, inwieweit Ozon beim Menschen Krebs auslösen kann, abschließende Erkenntnisse liegen nicht vor. Etwa 10 bis 20% der Bevölkerung reagieren besonders empfindlich auf Ozon. Zu den Risikogruppen gehören Personen mit Freiluft-Arbeitsplätzen, Sportler, Säuglinge und Kleinkinder. Bei Überschreitungen des EU-Informationswertes von 180 µg/m3 wird diesen Personengruppen empfohlen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden und bei verstärkten Symptomen den Arzt aufzusuchen."

Quelle: AOK Clarimedis - Die medizinischen Experten der AOK Berlin-Brandenburg

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