Die Risiken verstehen
Prostatakrebs ist inzwischen in Deutschland der am hĂ€ufigsten diagnostizierte Krebs bei MĂ€nnern. Im Jahr 2004 wurde bei rund 58.500 MĂ€nnern ein Prostatakarzinom festgestellt.Die Erkrankung ist bei MĂ€nnern unter 50 Jahren sehr selten. Die ĂŒberwiegende Mehrzahl der FĂ€lle tritt ab dem Alter von 60 Jahren auf.
Die Zahl der Prostatakrebsdiagnosen in Deutschland steigt seit Ende der 1980er Jahre kontinuierlich an.
DafĂŒr könnte es zwei GrĂŒnde geben:
- Bei immer mehr MĂ€nnern werden FrĂŒherkennungsuntersuchungen auf Prostatakrebs durchgefĂŒhrt. Dadurch werden bösartige Tumoren frĂŒher entdeckt - vermehrt auch solche, die langsam wachsen und wenig aggressiv sind und somit dem betreffenden Mann zu Lebzeiten möglicherweise keinerlei Probleme verursacht hĂ€tten.
- Die Bevölkerung wird immer Àlter: Prostatakrebs ist hauptsÀchlich eine Erkrankung des Àlteren Mannes (6).
Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken
In Deutschland wird bei etwa 4 von 1.000 60-jĂ€hrigen und bei etwa 7 von 1.000 70-jĂ€hrigen MĂ€nnern Prostatakrebs entdeckt. Die Zahl der jĂ€hrlich neu entdeckten Prostatakrebserkrankungen ist seit etwa 1980 stĂ€ndig angestiegen und lag 2004 bei rund 58.500 (6). Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gehen SchĂ€tzungen davon aus, dass teilweise ĂŒber 50 Prozent der Krebsdiagnosen, die in Folge eines PSA-Tests gestellt worden sind, zeitlebens nie aufgefallen wĂ€ren (6).Der wichtigste Risikofaktor ist das Alter je Ă€lter ein Mann ist, desto gröĂer ist sein Risiko, dass sich bei ihm Prostatakrebs entwickelt. Das Risiko ist auch gröĂer bei MĂ€nnern mit Prostatakrebs in der Familie und bei MĂ€nnern afrikanischer Herkunft.
Aber die Erkrankung stellt nicht fĂŒr alle Betroffenen eine ernsthafte Bedrohung dar.
Das Risiko, an Prostatakrebs zu sterben
Die Zahl der TodesfÀlle durch Prostatakrebs pro 100.000 MÀnner ist in Deutschland seit den 1970er Jahren nahezu konstant geblieben. Im Jahr 2004 starben etwa 11.000 MÀnner an dieser Erkrankung. Da die Zahl der jÀhrlich neu entdeckten Prostatakrebserkrankungen jedoch stÀndig angestiegen ist, sterben heute relativ zur Zahl der diagnostizierten Neuerkrankungen weniger MÀnner daran (6).Welche Risikofaktoren gibt es?
AbstammungAfroamerikaner haben das höchste Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.
MÀnner aus fernöstlichen und asiatischen LÀndern wie China, Japan und Indien scheinen dagegen ein niedrigeres Risiko zu haben (7).
Gene
Wenn nahe Verwandte, etwa Vater oder Bruder, an Prostatakrebs erkrankt sind, ist das Risiko eines Mannes, ebenfalls Prostatakrebs zu entwickeln, erhöht (1).
Ein erhöhtes Risiko besteht auch, wenn mehr als eine weibliche Verwandte an Brustkrebs erkrankt ist (8).
ErnÀhrung
Es gibt Hinweise, dass eine ErnĂ€hrung mit hohem Anteil an tierischen Fetten ein Risikofaktor ist (9). RegelmĂ€Ăiger Verzehr von Obst und GemĂŒse könnte dagegen eine gewisse Schutzwirkung gegen Prostatakrebs haben. Die wissenschaftlichen Daten lassen aber noch keine sicheren Aussagen zu.
Was kann man selbst tun?
Es ist derzeit noch nicht gesichert, ob eine Ănderung des Lebensstils, insbesondere der ErnĂ€hrung, vor Prostatakrebs schĂŒtzen kann. Möglicherweise ist es gĂŒnstig, weniger tierisches Fett und mehr GemĂŒse zu essen (9).
Die Höhe des Testosteronspiegels im Blut und die sexuelle AktivitÀt haben nach heutigem Kenntnisstand keinen Einfluss auf die Krebsentstehung (10).
Fragen
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Prostatakrebs ist mit jÀhrlich 58.500 Neuerkrankungen in Deutschland die hÀufigste Krebserkrankung bei MÀnnern.
Dies spricht fĂŒr michIn Deutschland sterben pro Jahr 11.000 MĂ€nner an Prostatakrebs. Zum Vergleich: 152.000 MĂ€nner sterben durch Krankheiten von Herz, Kreislauf und GefĂ€Ăen.
Dies spricht fĂŒr michBei MĂ€nnern unter 50 Jahren ist Prostatakrebs sehr selten. Danach steigt das Erkrankungsrisiko an und ist am höchsten zwischen 70 und 85 Jahren.
Dies spricht fĂŒr michBei 4 von 1.000 60-jĂ€hrigen und bei 7 von 1.000 70-jĂ€hrigen MĂ€nnern wird Prostatakrebs entdeckt.
Dies spricht fĂŒr michVerwandte von MĂ€nnern mit Prostatakrebs haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.
Dies spricht fĂŒr michEs ist nicht gesichert, ob man durch die persönliche Lebensweise oder die ErnĂ€hrung das Erkrankungsrisiko senken kann.
Dies spricht fĂŒr michIn dieser Ăbersicht können Sie ablesen, wie Sie die Informationen zum PSA-Test und möglichen Konsequenzen bewertet haben.
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