Der PSA-Test 
Prostatakrebs 
Die Entscheidungsfindung 
Die besten Entscheidungen treffen 
Umfassend informiert entscheiden 
Gemeinsame Entscheidungsfindung 
Wahlmöglichkeiten beim PSA-Test
Screening in anderen Ländern 
Erfahrungsberichte 
Ihre Entscheidung 
Kontakt und Fragen
Impressum | Sitemap
Quellen | Links
Druckversion

Gemeinschaftsprojekt

AOK Uni Bremen Dkfz

Letzte Änderung am: 18.04.2011
Startseite > Die Entscheidungsfindung > Umfassend informiert entscheiden
Umfassend informiert entscheiden Erkrankungen in der Familie Nebenwirkungen von Diagnostik und Behandlung Nutzen durch den PSA-Test Erwartungen

Genug wissen, um entscheiden zu können

  • Vergewissern Sie sich, dass Sie alle Ihre Wahlmöglichkeiten kennen. Fragen Sie Ihren Arzt, ob es weitere Alternativen gibt, die Sie noch nicht bedacht haben.
  • Bevor Sie sich für die Durchführung des PSA-Tests entscheiden, sollten Sie die Risiken und den Nutzen des Tests verstanden haben auch, was es bedeutet, den Test nicht zu machen.
  • Versuchen Sie sich klarzumachen, was die möglichen Risiken und der mögliche Nutzen des Tests für Sie persönlich und für Ihr Leben bedeuten.
Verschaffen Sie sich die Informationen, die für Sie persönlich wichtig sind, um eine Entscheidung treffen zu können: Studieren Sie Informationsmaterial und sprechen Sie mit anderen mit Verwandten, Freunden oder Ihrem Arzt - über den PSA-Test.
Seitenanfang

Das Erkrankungsrisiko: Alter und familiäre Vorgeschichte

Lebensalter

Das Lebensalter kann bei der Entscheidung für oder gegen den Test eine Rolle spielen: Prostatakrebs ist bei Männern unter 50 Jahren sehr selten. Ab dann steigt das Risiko mit zunehmendem Alter stetig an. Wenn die Erkrankung bei jüngeren Männern auftritt, verläuft sie häufig aggressiver: Der Tumor wächst schneller, und das Risiko einer Streuung in andere Organe ist höher.

Erkrankungen in der Familie

Auch die familiäre Vorgeschichte kann bei der Entscheidung für oder gegen den PSA-Test von Bedeutung sein: Das Erkrankungsrisiko ist höher, wenn nahe Verwandte bereits an Prostatakrebs erkrankt sind. Große Studien haben ergeben, dass das Risiko mit der Anzahl bereits an Prostatakrebs erkrankter Männer in der Familie und mit dem Verwandtschaftsgrad zu den Betroffenen steigt und um so höher ist, je jünger die erkrankten Verwandten bei der Diagnosestellung waren. Bei etwa 15 von 100 Männern, die an einem Prostatakarzinom erkranken, sind männliche Verwandte ebenfalls betroffen.
Seitenanfang

Nebenwirkungen von Diagnostik und Behandlung

Die Entnahme einer Gewebeprobe aus der Prostata (Prostatabiopsie) kann unerwünschte Nebenwirkungen haben. Auch die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatakrebs sind mit unerwünschten Nebenwirkungen und Folgen verbunden.
  • Die Behandlung kann zum Beispiel die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen.
  • Eine andere häufige Behandlungsfolge ist die Harninkontinenz: Durch eine Funktionsstörung des Blasen-Schließmuskels kommt es zum unwillkürlichen Abgang von Urin.
Zwar gibt es Möglichkeiten, diese Therapiefolgen zu behandeln, aber nicht immer erfolgreich. Es ist deshalb wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen und sich auch Gedanken machen, wie stark Sie persönlich unter einer solchen Störung leiden würden.
Seitenanfang

Nutzen durch den PSA-Test

Haben Sie darüber nachgedacht, wie groß oder gering der Nutzen eines PSA-Tests für Sie persönlich sein könnte?

Der PSA-Test kann Hinweise auf eine Erkrankung der Prostata geben. Der Test entdeckt aber nicht alle Prostatakarzinome.

Falls durch den PSA-Test ein Prostatakarzinom festgestellt wird, gibt es wirksame Behandlungsmöglichkeiten, aber auch bei Früherkennung gelingt nicht immer eine dauerhafte Heilung.

Ob die frühe Diagnose und Behandlung von Prostatakrebs immer Vorteile für den Betroffenen haben, beurteilen Experten unterschiedlich. Einige Krebsformen haben auch unentdeckt und ohne Behandlung keinen Einfluss auf die Lebenserwartung des betreffenden Mannes und beeinträchtigen die Lebensqualität nicht.

Wenn Sie alle Ihre gesammelten Informationen über Vor- und Nachteile des Tests und über seine möglichen Folgen zusammen betrachten und gegeneinander abwägen, kommen Sie vielleicht zu dem Schluss, dass der Test nicht das Richtige für Sie ist, weil Ihnen der mögliche Nutzen zu gering erscheint Sie entscheiden sich dagegen.
Seitenanfang

Erwartungen

Menschen haben ganz unterschiedliche Erwartungen an den Test und sein Ergebnis.
Welche Erwartungen haben Sie? Wie stehen Sie zu Untersuchungen und Therapien?
  • Wie sehr fürchten Sie, an Prostatakrebs zu erkranken?
  • Wären Sie beruhigt, wenn der PSA-Test normal ausfällt?
  • Wie wäre es für Sie, wenn der Test einen erhöhten PSA-Wert ergibt? Würden Sie eine Entnahme von Gewebe aus der Prostata (Biopsie) machen lassen?
  • Wären Sie beruhigt, wenn in der Biopsie kein Tumor nachgewiesen würde?
Und stellen Sie sich vor, Sie erfahren nach dem Abschluss aller Untersuchungen, dass tatsächlich ein bösartiger Tumor in der Prostata gefunden wurde: Würden Sie alle möglichen Behandlungen machen wollen, um die größtmögliche, aber doch niemals eine hundertprozentige Chance auf Heilung zu haben, selbst wenn es möglicherweise langfristig kaum einen Unterschied für Ihre Lebenserwartung ausmacht?
Würden Sie alles machen lassen, auch wenn die Untersuchungen oder Therapien mit Problemen und Nebenwirkungen verbunden sind?
Seitenanfang
Seite drucken | Seite empfehlen
kleiner normal größer

Suche

Glossar

Erfahrungsberichte


Herbert M., 57 Jahre
"Ich habe einen PSA-Test gemacht"
Dieter P., 58 Jahre
"Ich habe mich gegen einen PSA-Test entschieden"

Risiken und Nebenwirkungen

Operation

zur Impotenz zur Inkontinenz

Strahlentherapie

zur Impotenz zur Inkontinenz

Strahlentherapie

zu Darmprobleme