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Letzte Änderung am: 18.04.2011
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Was ist Screening? PSA-Screeningprogramme Wie genau und treffsicher ist eine Screeninguntersuchung? Wie nützlich ist Prostatakrebsscreening mit dem PSA-Test?

Was ist Screening?

Der Begriff Screening kann verwirrend sein. Screen bedeutet Sieb. Mit einem Screeningtest will man aus einer großen Gruppe symptomloser Personen diejenigen heraussieben, die entweder ein Frühstadium einer gesuchten Erkrankung haben oder ein hohes Erkrankungsrisiko tragen. Ein Screeningtest allein kann noch nicht zu einer sicheren Diagnose führen, sondern ist eine Alarmglocke, die, wenn sie losgeht, Anlass für gezielte weitere Untersuchungen ist.

Als Screening bezeichnet man Früherkennungsuntersuchungen, die an großen Bevölkerungsgruppen reihenweise durchgeführt werden also Reihenuntersuchungen.

Die meisten zur Früherkennung von Krebserkrankungen verfügbaren Screeningtests weisen eine mangelhafte Treffsicherheit auf. Auch mit der Mammographie, die mittlerweile in Deutschland als Screeninguntersuchung zur Entdeckung von Brustkrebs bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eingesetzt wird, lassen sich nicht alle bösartigen Tumoren in der Brust erkennen. Andererseits kann sie bei den untersuchten Frauen ebenfalls zu falschem Alarm führen: Von 100 Frauen, bei denen wegen eines verdächtigen Mammographiebefunds weitere Untersuchungen durchgeführt werden, haben nur 10 tatsächlich Brustkrebs (5).
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PSA-Screeningprogramme

In Deutschland wird der PSA-Test nicht zum Prostatakrebs-Screening eingesetzt, denn es gibt keinen gesicherten wissenschaftlichen Nachweis, dass die Frühbehandlung eines durch den PSA-Test und nachfolgende Untersuchungen erkannten Tumors tatsächlich einen Vorteil für die betroffenen Männer bietet, ob sie also ein geringeres Risiko haben, an dem Krebs zu sterben. Außerdem ist das Testergebnis, wie Sie erfahren haben, durchaus nicht eindeutig.

In anderen Ländern wird dies teilweise anders gesehen. In den USA beispielsweise gibt es PSA-Screeningprogramme.
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Wie genau und treffsicher ist eine Screeninguntersuchung?

Die Treffgenauigkeit eines Screenings hängt vom verwendeten Screeningtest ab. Einige Screeningtests sind sehr treffsicher. Das heißt, wenn sie Alarm geben, dann liegt die gesuchte Störung mit hoher Wahrscheinlichkeit vor, während bei normalem Testergebnis dies mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Fall ist. Ein Beispiel dafür ist der Schilddrüsenfunktionstest, der bei allen Neugeborenen durchgeführt wird. Der PSA-Test ist leider deutlich weniger genau und treffsicher: Er kann Prostatakrebs übersehen und ist andererseits häufig positiv, obwohl gar kein Krebs vorliegt.

Der PSA-Test kann falsch positiv sein. Das bedeutet, dass das Testergebnis auf Krebs hinweist, obwohl der betreffende Mann gar keinen Prostatakrebs hat falscher Alarm also. Bei etwa 2 von 3 Männern, die einen PSA-Test machen lassen, ist dies der Fall (4), was zu unnötiger Beunruhigung und unnötigen weiteren Untersuchungen führen kann.

Falsch negative Testergebnisse sind ebenfalls möglich: Der Test spricht gegen die Erkrankung, obwohl sie doch vorliegt die Alarmanlage versagt, da das Gefahrensignal ein erhöhter PSA-Wert fehlt. Das passiert beim PSA-Test in etwa zwei von zehn Fällen, in denen zum Zeitpunkt der Untersuchung Prostatakrebs vorliegt (2). Unter 1000 Männern zwischen 50 und 70haben etwa 40 Prostatakrebs, wobei der PSA-Test bei sieben bis acht Männern nicht Alarm schlägt. Falsch negative Testergebnisse können dazu führen, dass die betreffenden Männer sich in Sicherheit wiegen und nicht auf etwaige Symptome achten. Dadurch können sich die Diagnose und eine notwendige Behandlung möglicherweise verzögern.
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Wie nützlich ist Prostatakrebs-Screening mit dem PSA-Test?

Das PSA-Screening ist umstritten:

Ein Teil der Ärzte vertritt die Überzeugung, dass durch das Screening Prostatakrebs im Frühstadium entdeckt wird und eine frühzeitige Behandlung dieser kleinen Tumoren das Risiko verringern kann, dass der betreffende Mann an der Erkrankung stirbt und/oder dass es durch eine Streuung (Metastasierung) zu Komplikationen kommt.

Ein anderer Teil der Ärzte vertritt dagegen die Auffassung: Selbst wenn der PSA-Test Prostatakrebs im Frühstadium aufdeckt, könne man daraus noch nicht darauf schließen, dass eine Behandlung das Risiko maßgeblich verringert, an der Erkrankung zu sterben oder Komplikationen zu erleiden.

Gegenwärtig fehlen eindeutige wissenschaftliche Beweise dafür, dass ein Prostatakrebsscreening mit dem PSA-Test Leben rettet. Zwar wurden im Frühjahr 2009 erste Daten aus Bis aussagekräftige Ergebnisse denr großen Screening-Studien in Europa und in den USA vorliegenveröffentlicht (33, 34), die Ergebnisse sind jedoch widersprüchlich und mehrdeutig und beantworten die bisher ungeklärten Fragen noch nicht. wird es noch einige Zeit dauern. Eine längere Nachbeobachtungszeit der Studienteilnehmer ist notwendig, um eindeutigere Aussagen zum Nutzen des Screenings machen zu können.

Der PSA-Test kann wegen der eingeschränkten Aussagekraft zu erheblicher Beunruhigung führen, wenn er einen erhöhten Wert ergibt. Diese ist aber bei vielen Männern, die den Test machen lassen, unnötig: In bis zu zwei Drittel der Fälle stellt sich bei den weiteren Untersuchungen heraus, dass es ein Fehlalarm war, also kein Prostatakrebs vorliegt (4).
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Fragen

Hier haben Sie die Möglichkeit, die in diesem Abschnitt vermittelten Informationen für sich zu bewerten: Sprechen sie eher für oder eher gegen den Test?
Klicken Sie die für Sie relevanten Aussagen an.

Der PSA-Test kann Prostatakrebs übersehen und ist andererseits häufig positiv, obwohl gar kein Krebs vorliegt.

Dies spricht für mich

Negative Testergebnisse, bei denen trotzdem eine Krebserkrankung vorliegen kann, können dazu führen, dass die betreffenden Männer sich in Sicherheit wiegen und nicht auf etwaige Symptome achten.

Dies spricht für mich

Durch PSA-Screening kann Prostatakrebs in frühen Stadien erkannt werden, aber die Fachleute sind sich nicht einig, ob die frühe Entdeckung von Prostatakrebs durch den PSA-Test Leben rettet.

Dies spricht für mich

Bei erhöhtem PSA-Wert werden in der Regel weitere Untersuchungen empfohlen, einschließlich Biopsie.

Dies spricht für mich


In dieser Übersicht können Sie ablesen, wie Sie die Informationen zum PSA-Test und möglichen Konsequenzen bewertet haben.
Sie können in anderen Textabschnitten noch weitere Informationen bewerten und Ihr aktuelles Ergebnis jederzeit in der Übersicht abrufen.

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Erfahrungsberichte


Herbert M., 57 Jahre
"Ich habe einen PSA-Test gemacht"
Dieter P., 58 Jahre
"Ich habe mich gegen einen PSA-Test entschieden"

Risiken und Nebenwirkungen

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Strahlentherapie

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