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Übergänge zwischen den Stadien

Vor allem leichte Zellveränderungen bilden sich noch mit großer Wahrscheinlichkeit von selbst zurück. Je stärker diese Zellveränderungen im Gebärmutterhals sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass daraus nach Jahren ein auch in die Umgebung einwachsender (invasiver [?]) Gebärmutterhalskrebs wird [13]:

Leichte Zellveränderungen (CIN I) „verschwinden“ noch bei zwei Drittel der Frauen, die schwersten Zellveränderungen (CIN III) verbessern sich nur mehr bei jeder Zehnten [13].

  Verbesserung Verschlechterung
CIN I 5-8 von 10 1-2 von 10
CIN II 4 von 10 2-3 von 10
CIN III 1 von 10 5-7 von 10

Alle Angaben zu diesen "Übergangswahrscheinlichkeiten" beruhen allerdings auf Zahlen aus den 1960er und 1970er Jahren.

Bei einer aktuellen Untersuchung an 570 18-54-jährigen japanischen Frauen mit Zellveränderungen bis CIN II konnte in 88 von 100 dieser Zellveränderungen irgendein HPV-Typ nachgewiesen werden [41].


Es zeigte sich innerhalb von etwa 3 Jahren [41], dass sich

  • 64 von 100 Zellveränderungen gänzlich zurückbildeten,
  • 28 von 100 Zellveränderungen unverändert bestehen blieben,
  • 8 von 100 Zellveränderungen zu einer höhergradigen Zellveränderung (CIN III) verschlechterten.

Die vollständige Rückbildung [41]

  • war am häufigsten bei jüngeren Frauen (18–29 Jahre) und
  • leichteren Zellveränderungen (CIN I) zu beobachten.
  • Sie dauerte bei CIN I kürzer als bei CIN II (rund 12 bzw. 21 Monate)
  • und war abhängig vom HPV-Typ

Eine Verschlechterung (zu CIN III) [41] war

  • in der Altersgruppe der 30–39- Jährigen am häufigsten,
  • bei CIN II wahrscheinlicher als bei CIN I,
  • und dauerte von CIN I länger als von CIN II (durchschnittlich 25 Monate bzw.18 Monate).
  • Sie war bei Infektionen mit mehreren HPV-Typen gleichzeitig nicht wahrscheinlicher, als bei Infektion mit nur einem HPV-Typ [41].
  • Eine Verschlechterung war bei einer Infektion mit HPV 31 und 33 am wahrscheinlichsten, gefolgt von HPV 18 (Impf-Typ), HPV 35, HPV 52, HPV 16 (Impf-Typ) und HPV 58 [41]
  • und war bei den weiteren Hochrisiko- HPV-Typen deutlich geringer (HPV 51, 39 und 56) bzw. es wurde kein Fortschreiten beobachtet (HPV 59 und 68) [41].

Auch eine Untersuchung von Frauen, die an einer Wirksamkeitsuntersuchung der HPV-Impfung teilnahmen, jedoch nicht geimpft wurden, zeigte Unterschiede in der weiteren Entwicklung von HPV-Infektionen oder leichten Zellveränderungen (Rückbildung, keine Veränderung oder Verschlechterung) in Abhängigkeit vom jeweiligen verursachenden HPV-Typ [51].


Heute behandelt man höher verdächtige Vorstufen unabhängig vom HPV Typ und wartet nicht erst ab, ob daraus ein bösartiger Tumor wird.