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Konisation

Das Entfernen eines Gewebekegels aus dem Gebärmutterhals (Konisation [?]) ist eine "echte Operation", die meist in Vollnarkose ambulant oder stationär durchgeführt wird. Man schätzt, dass in Deutschland jährlich 330 von 100.000 Frauen (insgesamt 140.000 Frauen) von dieser Operation betroffen sind [12].
Die Konisation [?] ist meist eine erfolgreiche Behandlung von Zellveränderungen: bei 9 von 10 Konisationen wird das gesamte kranke Gewebe entfernt.

Bei einer von 100 Frauen treten in den Monaten und Jahren nach der Konisation  erneut Zellveränderungen auf (Rezidiv [?]) [12]. Bei der Operation selbst kann es zu Komplikationen und Spätfolgen kommen. Wie oft diese auftreten, ist bisher allerdings nicht ausreichend zusammenfassend untersucht worden. Es wird geschätzt, dass es während und nach der Konisation [?] bei 2 bis 7 von 100 Frauen zu Komplikationen wie stärkeren Blutungen, Verletzungen der benachbarten Organe oder Entzündungen kommt [12]. Die wichtigste Spätfolge einer Konisation [?] ist das erhöhte Risiko für eine Frühgeburt bei einer späteren Schwangerschaft.

Fachgesellschaften empfehlen, vor der Operation einen bestimmten Zeitraum abzuwarten und weitere Untersuchungen zur Bestätigung des Verdachts auf höhergradige Zellveränderungen zu machen. Auch diese Zusatzuntersuchungen (Gewebeproben) können keine hundertprozentige Sicherheit bieten. Sie können das Risiko von unnötigen Behandlungen aber vermindern. Dennoch werden in Deutschland 40 von 100 Behandlungen ohne vorherige Diagnosesicherung durch eine Gewebeuntersuchung durchgeführt. Bis zu 60 von 100 unklaren PAP-Befunden erweisen sich nach der Operation als unauffällig. Viele gesunde Frauen werden dadurch "übertherapiert" [12].