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Medizin & Forschung
09.02.2010
Bitter macht schlank
Ob Chicorée, Radicchio oder Rosenkohl - Botaniker haben vielen Gemüsesorten ihren bitteren Geschmack weggezüchtet.
Und das ist gar nicht so genial, wie es klingt. Denn der bittere Geschmack ist für den Menschen sehr wichtig. Die Wissenschaftlerin Gretchen L. Goldstein veröffentlichte im angesehenen Fachmagazin Obesity ihre Forschungsergebnisse, die kurz gefasst lauten: Menschen, die "bitter" nicht oder schlecht schmecken, sind sechsmal häufiger übergewichtig, als Menschen, die "bitter" gut wahrnehmen können. Denn "bitter" macht satt. Die Wissenschaftlerin schließt daraus, dass es beim Abnehmen hilft, mehr bittere Lebensmittel in den Speiseplan aufzunehmen, zum Beispiel Löwenzahn, wilde Artischockenblätter oder Hagebuttenschalen (gibt's auch in der Apotheke). Außerdem wirken Bitterstoffe entzündungshemmend und antibakteriell. Sie senken den Blutdruck und stimulieren das Immunsystem.
Quelle: www.nature.com
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