#Abnehmen am 02.08.2019 aktualisiert am 18.09.2019

Bauchfett reduzieren: So riskant ist Viszeralfett

Person steht auf der Waage: Abnehmen und Bauchfett reduzieren.
Stocksy United / Carli Teteris

Hinter Viszeralfett steckt inneres Bauchfett, das auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist. Warum es so gefährlich ist und wie du es loswirst.

Fett ist nicht gleich Fett. Überschüssiges Fettgewebe am Bauch ist deutlich ungesünder als an Hüften, Beinen und Po. Auch wo das Bauchfett sitzt, ist mitentscheidend dafür, wie gesundheitsschädlich es ist. Vor allem das innere Bauchfett, Viszeralfett genannt, birgt Gesundheitsrisiken.

Was ist Viszeralfett?

Unterhautfett (subkutanes Fett) kannst du am äußeren Bauch gut zwicken. Viszeralfett hingegen sitzt in der Bauchhöhle und sammelt sich um die inneren Organe an. Warum manche Menschen eher viszerales Bauchfett ansetzen und andere subkutanes Bauchfett, ist wissenschaftlich bislang noch nicht abschließend geklärt. Zu den Einflussgrößen gehören Alter, Geschlecht sowie hormonelle und erbliche Faktoren. Besonders Männer neigen zu kritischen Fettansammlungen im Bauchraum.

Warum ist Viszeralfett gefährlich?

Inneres Bauchfett ist besonders stoffwechselaktiv. Das heißt, es bildet Botenstoffe, die verschiedene Prozesse im Körper beeinflussen. Diese setzen unter anderem Entzündungsprozesse in Gang, fördern Bluthochdruck und begünstigen eine Insulinresistenz. Je mehr Bauchfett, desto größter ist das Risiko für:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Ist mein Bauch zu dick? Wann Bauchfett gefährlich wird

Welchen Anteil bei Übergewicht am Bauch das Unterhautfett und das Viszeralfett ausmachen, können nur bildgebende Verfahren genau feststellen. Allerdings kannst du mithilfe eines Maßbands deinen Bauchumfang messen und so herausfinden, ob du zu viel Bauchfett hast. Bei Männern birgt ein Bauchumfang von mehr als 94 Zentimetern ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Frauen ist ein Taillenumfang ab 80 Zentimetern mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko verbunden.

Bauchfett reduzieren: So wirst du Viszeralfett los

Meist ist eine zu hohe Kalorienaufnahme der Grund für Übergewicht und zu viel Bauchfett. Weitere Faktoren können Erkrankungen, genetische Veranlagung sowie psychische und soziale Faktoren sein. Liegt die Ursache in einem ungesunden Lebensstil, kann dir eine Ernährungsumstellung, kombiniert mit mehr Bewegung, helfen, die Pfunde am Bauch loszuwerden.

Fünf einfache Tipps, die dir helfen, Bauchfett zu reduzieren:

  • Achte auf deine Kalorienzufuhr. Nimmst du mehr Kalorien zu dir, als du verbrauchst, nimmst du zu. Die empfohlene Kalorienzufuhr ist individuell und richtet sich nach Geschlecht, Größe, Gewicht und Aktivität.
  • Verzichte auf zucker- und fettreiche Zwischensnacks wie Kuchen, Schokoriegel und Chips. So sparst du jeden Tag viele Kalorien ein. Greif bei Süßhunger lieber zu Obst.
  • Füll deinen Teller mit mehr Gemüse und Salat. Beides ist kalorienarm, ballaststoffreich und sättigt gut.
  • Verzichte auf kalorienreiche Getränke wie Limonade und Alkohol. Gesunde Durstlöscher sind Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Ab und zu sind auch leichte Saftschorlen möglich. Tipp: Aromatisier dir dein Wasser mit frischer Pfefferminze, Zitronenmelisse, Salatgurke, Zitrone, Beeren oder Ingwer.
  • Treib regelmäßig Sport, am besten mehrmals in der Woche. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine moderate Belastung von mindestens 150 Minuten pro Woche, also zum Beispiel Radfahren, Walken oder Schwimmen. Alternativ kannst du auch mindestens 75 Minuten pro Woche eine intensivere Sportart wie Joggen ausüben. Baue zusätzlich mehr Bewegung in deinen Alltag ein: Mit Treppensteigen, Radfahren und Spazierengehen kannst du eine Menge Kalorien nebenbei verbrennen.
veröffentlicht am 02.08.2019 aktualisiert am 18.09.2019
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