Themen-Spezial - Gesunde Haare

Wenn die Haare grau werden
Wann man ergraut, ist genetisch festgelegt. Der eine trägt schon mit Anfang 20 graue Schläfen, der andere hat mit 50 Jahren nur einzelne silbrige Haarfäden. Beeinflussen kann man das nicht.
Schleichender Prozess
Die Haare ergrauen in der Regel nach und nach. Grund: Der Körper stellt immer weniger der Aminosäure Tyrosin her. Sie ist für die Melaninproduktion verantwortlich. Melanin ist ein Farbstoff, den es in zwei Versionen gibt: als schwarzbraunes (Eumelanin) und als rotes Pigment (Phäomelanin). Mit diesen zwei Pigmenten bilden sich alle Haarfarben von blond über rot und braun bis tiefschwarz. Das Schwarz-Braun-Pigment kommt in braunem und schwarzem Haar gehäuft vor und lagert sich in größeren Körnchen im Haar ein. Der Rotfarbstoff, der für hellblonde bis rote Haare verantwortlich ist, sorgt für eine dünnere Haarstruktur, weil er selbst feiner ist. Im Alter wird das Melanin immer weniger und im Haar durch Luftbläschen ersetzt. Dadurch färbt sich das Haar weiß bis grau.
Die Schläfen ergrauen in der Regel früher, weil der Lebenszyklus jedes einzelnen Haares dort kürzer ist als beim Rest des Schopfes. Im Schnitt hält sich ein Haar zwischen zwei und sechs Jahre auf dem Kopf, fällt dann aus und wächst wieder nach.
Ob Haare glänzen oder nicht hat nichts mit ihrer Farbe zu tun. Dafür ist die oberste Schuppenschicht des Haares verantwortlich: Ist sie glatt, glänzt das Haar, ist sie rau, wirkt es matt und stumpf.

