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Essen & Trinken

13.02.2013

Die 10 größten Irrtümer

Bauch von Frau

Light macht schlank, Fett macht dick. Stimmt’s oder nicht? Testen Sie Ihr Wissen rund ums Abnehmen.

1. Light macht schlank

Stimmt nicht. Studien zeigen, dass Menschen, die Light-Produkte konsumieren, insgesamt mehr essen. Damit besteht die Gefahr, an Gewicht zuzunehmen. Vergleicht man fettreduzierten Joghurt mit normalem Joghurt – beide z. B. Himbeergeschmack und vom gleichen Hersteller – so fällt auf: Enthalten ist weniger Fett, aber dafür viel Zucker. Der fettreduzierte Joghurt hat mit 20,3 Gramm fast drei Gramm mehr Zucker als ein ganz normaler Fruchtjoghurt. Da wird light zur Zuckerfalle! Lesen Sie deshalb besser die Nährwertangaben auf den Verpackungen und vergleichen Sie selbst.

2. Diäten machen dick

Stimmt leider ziemlich oft. Schuld ist der sogenannte Jo-Jo-Effekt. Wer weniger Energie zu sich nimmt, fordert seinen Körper heraus, seinen Grundumsatz zu senken. Das ist eine sinnvolle Errungenschaft der Evolution. Wenn es weniger zu essen gibt, dann muss einen Gang zurückgeschaltet werden. Wer den fürs Abnehmen höchst ungeliebten Effekt aushebeln möchte, der darf keine Extremdiäten machen und sollte mit Sport den Kalorienverbrauch ankurbeln.

3. Frühstücke wie ein Kaiser

Stimmt. Hamid R. Farshchi und seine Kollegen von der Universität Nottingham (England) haben dafür auch den wissenschaftlichen Beweis gefunden. Ohne Frühstück steigt der Spiegel des sogenannten schlechten LDL-Cholesterins. Es kann sich in Gefäßen einlagern und damit unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Außerdem nahmen Versuchspersonen ohne Frühstück unterm Strich im Tagesverlauf vergleichsweise mehr Kalorien auf als diejenigen, die sich die erste Mahlzeit am Tag zu früher Stunde gönnten. Und das kann sich auf Dauer ungünstig auf die Figur auswirken.

4. Dinner-Cancelling macht schlank

Kommt drauf an. Unter Dinner-Cancelling versteht man, das Abendessen komplett vom Speiseplan zu streichen. Man geht also mit knurrendem Magen ins Bett. Erst zum Frühstück gibt es wieder etwas zu essen. Wer es schafft, Heißhungerattacken zu trotzen und am nächsten Morgen nicht alles wieder aufzuholen, der kann damit theoretisch abnehmen. Aber schön ist es nicht, mit einem leeren Bauch im Bett zu liegen. Wissenschaftlich bewiesen ist die Abhängigkeit zwischen Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme und Gewichtszunahme übrigens nicht. Vielmehr ist die Menge der über den Tag aufgenommenen Nahrung gewichtsbestimmend.

5. Honig ist besser als Zucker

Stimmt nicht. Honig besteht fast ausschließlich aus Zucker und enthält Vitamine und Mineralstoffe nur in Spuren. Zucker besteht aus Kohlenhydraten und ist damit ein wichtiger Energielieferant. Wenn Sie mehr Energie zu sich nehmen als Sie verbrauchen, wird der Rest als Fett gespeichert. Dabei ist ganz egal, ob diese aus Honig oder aus Rübenzucker stammt.

6. Fasten entschlackt

Anhänger des Fastens schwören auf die sogenannte "entschlackende" Wirkung. Diese Annahme ist jedoch schlicht Unsinn. Schlacken entstehen vornehmlich bei der Erzgewinnung und nicht im Körper. Die Stoffwechselreste des Menschen werden effektiv von Leber, Niere und Darm beseitigt. Und die funktionieren auch ohne Hungerkur.

7. Alkohol ist ein Fettmacher

Stimmt. Zum einen liefert Alkohol viele Kalorien, zum anderen hemmt er die nächtliche Fettverbrennung aus den Speicherreserven. Und an die wollen Sie ja eigentlich ran beim Abnehmen. Besser, Sie steigen daher auf alkoholfreie Durstlöscher um.

8. Fett macht fett

Zu viel Fett macht tatsächlich fett. Denn Fett hat pro Gramm 9 Kalorien. Fett ist aber auch lebensnotwendig. Sogenannte essenzielle Fette müssen wir dem Körper zuführen, z. B. die Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Lachs oder Hanf-, Lein- oder Walnuss-Öl enthalten sind. Sie wirken antientzündlich und schützen unsere Gefäße. Auch die Omega-6-Fettsäuren, die in vielen pflanzlichen Fetten vorkommen, benötigt unser Körper. Schließlich brauchen wir Fette, um bestimmte Vitamine überhaupt aufnehmen zu können. Ohne Fett können die Vitamine A, E, D oder K vom Körper nicht verwertet werden. Fett ist von Natur aus nicht ungesund.

9. Kohlenhydrate machen dick

Es kommt – wie immer – auf die Menge an. Kohlenhydrate liefern Energie. Und wer mehr Energie aufnimmt, als er verbraucht, speichert sie in Form von Fettdepots. Außerdem enthalten viele zuckerhaltige Speisen auch gleichzeitig noch große Mengen Fett. Und diese Kombination macht dann erst recht dick. Klassisches Beispiel ist die Schokolade.

10. Abnehmen geht auch ohne Hungern

Stimmt. Durch gezielte Ernährungsumstellung schaffen Sie es effektiv und langfristig abzunehmen. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse und wenig Fast Food. Und bewegen Sie sich zwei- bis dreimal pro Woche mindestens eine halbe Stunde. Dann dürfen Sie sich auch mal ein Stückchen Schokolade gönnen. Wie Sie Ihre Ernährung umstellen können, zeigt Ihnen das AOK-Programm "Abnehmen mit Genuss".

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