Zahnpflege bei Erwachsenen
Der Körper ändert sich auch, wenn die Wachstumsphase beendet ist. Schwangerschaften bei den Frauen, später die Wechseljahre bei beiden Geschlechtern und die Alterung gehen mit Änderungen in der Zahngesundheit einher.
Putzen, putzen, putzen
Es bleibt dabei: Regelmäßiges Zähneputzen ist die Grundlage für lange Freude an den eigenen Zähnen. Die Zahnputztechnik haben wir als Kinder und Jugendliche erlernt, jetzt heißt es, nicht nachzulassen, sondern sich geduldig Tag für Tag die zweimal drei Minuten unseren Kauwerkzeugen zu widmen. Fluoridierte Zahnpasta sollte verwendet werden, da sie den Schmelz härtet. Einmal wöchentlich kann zusätzlich ein fluoridhaltes Gel aufgetragen werden. Auch im Erwachsenenalter lassen sich so Karies und Zahnfleischentzündungen zurückdrängen.
Auf Signale achten
Zahnfleischentzündungen, sich zurückbildendes Zahnfleisch, Schmerzen von Zähnen oder im Kiefer sollten immer ernst genommen werden. Oft lassen Schmerzen zeitweise wieder nach, obwohl der Ursache nicht auf den Grund gegangen wurde. Spätere Schäden erinnern dann an die vor Monaten oder gar Jahren schon einmal erlebten Signale.
Regelmäßig zur Kontrolle
Der regelmäßige Zahnarztbesuch ist ein Muss. Nur der Experte erkennt sich abzeichnende Probleme und kann wirksam gegensteuern. Wurden Zähne zum Beispiel vor Jahren gefüllt, so kann es notwendig sein, diese Füllungen zu erneuern, wenn sie defekt geworden sind oder neue Karies hinzugekommen ist. Freiliegende Zahnhälse bei Parodontose führen oft zu Schmerzen bei der Berührung mit Heißem oder Kaltem. Auch in diesem Fall kann der Zahnarzt helfen.
Angriffswellen der Karies
Die ständigen Kariesattacken auf unsere Zähne wirken sich nicht immer gleichmäßig aus. Vielmehr gibt es Wellen, in denen die Ergebnisse der Angriffe sicht- und spürbar werden. Dann hilft nichts weiter, als sich konsequent der Behandlung beim Zahnarzt zu unterziehen. Hier nachlässig zu sein rächt sich später, wenn noch mehr Zahnsubstanz entfernt werden muss oder die Zähne nur noch gezogen werden können.
Prophylaxe
Der Zahnarzt kann auch für Erwachsene Maßnahmen der Kariesprophylaxe empfehlen. Da diese Altersgruppe meist nicht so intensive Vorsorge erfahren hat, wie sie heute Kindern und Jugendlichen zuteil wird, sollten sinnvolle Möglichkeiten mit dem Zahnarzt besprochen werden. Das beginnt oft mit dem Erlernen der richtigen Putztechnik und Informationen über die Wirkung von Fluorid. Der Zahnarzt kann eine professionelle Zahnreinigung vornehmen, die allerdings von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden darf.
Entzündungen
Zahnbettentzündungen (Parodontitis), sind neben der Karies die zweite Haupterkrankung der Zähne. Sie greifen unter anderem den Kieferknochen an und können zum Zahnverlust führen. Eine Behandlung durch den Zahnarzt ist nötig.
Mit gutem Kauen fit
Unsere Zähne wollen gefordert sein. Durch eine zum Kauen zwingende Ernährung kräftigen wir den Halteapparat. Rohes Gemüse, Vollkornbrot und viel Mineralwasser sind für unseren gesamten Organismus wichtig. Wer Angst hat, kräftig zuzubeißen, weil es weh tut, muss zum Zahnarzt. Generell gilt: Lieber einmal am Tag den Heißhunger auf Süßes richtig stillen, als den ganzen Tag über immer wieder Süßigkeiten naschen. Zähne putzen danach aber nicht vergessen!
Angriffe von außen
Nicht nur die falsche Ernährung, besonders auch Rauchen gefährdet den Zahnhalteapparat. Nikotin bewirkt eine Mangeldurchblutung des Zahnfleisches. Es ist dadurch entzündungsgefährdeter und zieht sich bei dauerhaften Entzündungen zurück. Müssen regelmäßig Medikamente eingenommen werden, so sollten die Anweisungen zur Verdünnung mit Wasser oder Tee beachtet werden. Auf keinen Fall ist es verkehrt, nach der Einnahme die Zähne zu putzen.
Wenn Zähne krank machen
Von den Zähnen hängt viel ab. Unbehandelte chronische Entzündungen können den Kreislauf belasten und auch Kopfschmerzen können hier ihre Ursachen haben. Treten beim Kauen Schmerzen auf, so kaut man eben nicht mehr richtig. Die Alternative: Man vermeidet feste Nahrungsmittel, wie Vollkornbrot oder rohes Gemüse. Doch nicht ohne Grund heißt es: Gut gekaut, ist halb verdaut. Diese Ballaststoffe sind für die Verdauung generell wichtig. Kranke Zähne können sich auf den gesamten Organismus auswirken und Folgekrankheiten nach sich ziehen. Für unser Wohlbefinden sind gesunde Zähne sehr wichtig.
Um jeden Zahn kämpfen
Es gibt viele Varianten von Zahnersatz, aber es bleibt ein Ersatz. Die eigenen Zähne sind die beste Lösung. Wenn der Zahnverlust einmal begonnen hat, sollte die Motivation zur Zahnpflege trotzdem nicht sinken. Es lohnt sich, um jeden Zahn zu kämpfen, und das tun Zahnärzte auch - mit modernen Methoden. Für Zahnprothesen bieten gesunde eigene Zähne gute Haltemöglichkeiten und schaffen so ein sicheres Gefühl im Umgang mit den "Dritten".
Das Gebiss ändert sich
Mit zunehmendem Alter verändert sich das Gebiss. Das Zahnfleisch und der Knochen bilden sich zurück, die Zähne haben meist nicht mehr ihren ursprünglichen festen Halt im Kieferknochen, Lücken im Gebiss führen dazu, dass auch der Kiefer seine Form ändert. Die regelmäßige Kontrolle durch einen Zahnarzt ist notwendig, um auch dann für festen Halt von echten Zähnen und Zahnersatz zu sorgen.
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