Wandel in der Berufs- und Alltagswelt
Nur noch zehn Prozent der Bevölkerung sind im Beruf körperlich belastet. Die Hälfte aller Erwerbstätigen verbringt den Alltag vor dem Bildschirm. Rund 80.000 Stunden sitzt der durchschnittliche Büromensch während seines Arbeitslebens.
Dieses stundenlange Sitzen bewirkt, dass unser Herz-Kreislauf-System immer weniger ökonomisch arbeitet und die Muskulatur erschlafft. Längst sind sich die Wissenschaftler darin einig, dass Sitzen "eine der schlechtesten Haltungen für den menschlichen Körper" ist:
- Bei falscher Sitzhaltung erschlafft die Bauchmuskulatur und verformt den Rücken zum Rundrücken
- Bei anhaltender Rundrückenbildung kommt es zu einer ungleichmäßigen Belastung der Bandscheiben, die nun schlecht mit Nährstoffen versorgt werden
- Infolge mangelnder Durchblutung stellen sich Muskelverhärtungen und Muskelverspannungen ein
- Ein Defizit an Bewegung führt nach und nach zum Verkümmern der Muskeln
- Die inneren Organe werden eingeengt, vor allem die Atmungs- und Verdauungsorgane
- Unser Herz-Kreislauf-System wird nicht ausreichend trainiert
Über die häufigsten Beschwerden der sitzend Berufstätigen braucht man sich daher nicht zu wundern:
Bei den Angaben zu akuten gesundheitlichen Problemen dominieren Rückenschmerzen (37,1 Prozent) und Verspannungen (35,4 Prozent). Gleich danach folgen psychovegetative Beschwerden. Am häufigsten genannt werden Symptome wie Müdigkeit und Erschöpfung (30,1 Prozent). Nahezu jeder vierte befragte Mitarbeiter leidet ständig oder häufig unter Kopfschmerzen (24,6 Prozent) und/oder Schlafstörungen (23,4 Prozent).
Quelle: Wido 2010
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