Organspende
Leben retten – Organspender werden!
Eine Unterschrift rettet Leben – vielleicht auch Ihre?
"Ich war erst unsicher, dann habe ich mich informiert – und jetzt mache ich mit: Jeder Organspender ist ein Lebensretter. Ich versuche, viele Freunde zu überzeugen." (Franziska van Almsick, Schwimmweltmeisterin)
"Wenn es um mein Leben oder das meines Kindes ginge, würde ich Hilfe annehmen und deswegen bin ich auch bereit zu geben." (Britta Becker, Hockey-Silbermedaillengewinnerin)
Immer noch müssen viel zu viele der Patienten auf der Warteliste für Organe sterben, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan bekommen können. Die AOK appelliert daher an ihre Versicherten und die gesamte Bevölkerung, sich wie viele Prominente zur Organspende nach dem Tod bereit zu erklären. Wer bereit ist, sein Leben durch eine Organspende retten zu lassen, sollte auch bereit sein, selbst Rettung zu geben.
Ob Johannes B. Kerner, Günther Jauch, Franziska von Almsick oder Steffi Graf, sie alle haben es getan - Sie haben sich bereits zur Organspende bekannt. Doch bei vielen sind die Ängste und Vorbehalte noch immer groß. Wir wollen helfen, diese abzubauen und aufzuklären. Nehmen Sie unser Informationsangebot wahr, sprechen Sie in Ruhe auch mit Ihrer Familie und entscheiden Sie selbst!
Organe sind knapp
Das große Problem der Transplantationsmedizin ist die Knappheit der Spenderorgane.
Etwa 12.000 Patienten stehen auf der Warteliste für Organtransplantationen, nur für ca. 1/3 dieser Patienten standen in 2006 Organe für die Transplantationen zur Verfügung.
Fast 50.000 Menschen sind allein in Deutschland auf die Dialyse (Blutwäsche) angewiesen, die jedoch die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränkt. Außerdem kann die Dialyse die Tätigkeit der Niere nicht vollständig ersetzen, es kommt zu Folgeerkrankungen. Eine Nierentransplantation kann das Leben dieser Menschen verlängern und sie von den Strapazen der Dialyse befreien. Auch für Patienten im Endstadium schwerster Leber-, Herz- oder Lungenerkrankungen ist die Organverpflanzung die einzige Möglichkeit zur Rettung ihres Lebens.
Wer kann Organe spenden?
Fast jeder ist als Organspender geeignet. Eine feste untere oder obere Altersgrenze für eine Organspende gibt es nicht. Entscheidend sind vielmehr der Gesundheitszustand und das biologische Alter aber auch die Größe des Organs, die zum Empfänger passen muss.
Lediglich bei Krebserkrankungen, Aids oder speziellen Nervenleiden ist eine Organspende ausgeschlossen. Diabetes und Infektionskrankheiten können die Spendefähigkeit einschränken.
Eine ärztliche Eignungsuntersuchung ist nicht Voraussetzung dafür, dass man seine Organspendebereitschaft erklären kann. Erst nach Eintreten des Hirntodes werden die erforderlichen Untersuchungen durchgeführt und geklärt, ob die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Organspende zu diesem Zeitpunkt konkret gegeben sind.
Die Entnahme eines Organs ist nach dem Transplantationsgesetz jedoch in jedem Fall nur dann erlaubt, wenn der Spender zu Lebzeiten eine entsprechende Erklärung zur Organspende abgegeben hat und selbst einen Organspendeausweis hat oder die Angehörigen der Entnahme zustimmen ("erweiterte Zustimmungsregelung"). Nur Angehörige, die in den letzten zwei Jahren Kontakt zu dem Sterbenden hatten, dürfen die Entscheidung treffen.
Entscheiden Sie selbst!
Nach Meinungsumfragen in den letzten Jahren ist mehr als die Hälfte der Deutschen bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden. In der jüngeren Generation liegt die Spendebereitschaft sogar bei etwa 70 Prozent. Leider haben aber nur wenige Menschen ihren Willen in einem Organspendeausweis dokumentiert. Viele Organspenden kommen nur deshalb nicht zustande, weil die Betreffenden zu Lebzeiten versäumt haben, ihren Willen in einem Organspendeausweis festzuhalten. Dann werden die Angehörigen oft mitten in der eigenen Trauersituation vor eine schwierige Entscheidung gestellt. Deshalb setzt die AOK sich dafür ein, dass möglichst viele Bürger zu Lebzeiten eine Erklärung zur Organspende abgeben – unabhängig davon, ob Sie sich für oder gegen Organspende entscheiden. Sie entlasten Ihre Angehörigen damit erheblich. Ein Organspendeausweis ist erhältlich in den Geschäftsstellen der AOK oder in Apotheken, Krankenhäusern, Einwohnermeldeämtern, Arztpraxen und natürlich auch im Internet: Download des Organspendeausweises
Die Begegnung mit dem Thema Organspende ist für viele die erste Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Da kommen Ängste und Unsicherheit auf. Häufig besteht eine große Unwissenheit über die medizinischen Fragen, Falschinformationen kommen hinzu. Informieren Sie sich bitte gut und gründlich in Ruhe. Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen und Ihnen nahe stehenden Personen über das Thema.
Die AOK will Sie dabei unterstützen. Dazu bieten wir unseren Versicherten offene Aufklärungsgespräche in der Geschäftsstelle vor Ort an, informieren aber auch in unseren Mitgliederzeitschriften und breit angelegten Kampagnen. Wir finanzieren auch gemeinsam mit anderen Krankenkassen das Infotelefon Organspende unter 0800/ 90 40 400, das Ihnen für Ihre Fragen kostenlos zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie dieses Informationsangebot.
Selbstverständlich übernehmen wir auch alle Kosten für Organtransplantationen, angefangen von der Registrierung auf der Warteliste über die Organisation der Organspende, die Transplantation und den stationären Aufenthalt des Empfängers bis hin zur lebenslangen Nachsorge.
Wichtig: Organspendeausweis besorgen!
Laden Sie hier einen Organspendeausweis herunter
Zurück im Leben - Geschichten von Transplantierten
Organisationen
Deutsche Stiftung Organtransplantation Hauptverwaltung
Deutschherrenufer 52
60594 Frankfurt am Main
Telefon: 069 677328-0
E-Mail: presse@dso.de
Internet: http://www.dso.de
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) ist bundesweit für die Organisation der Organspende verantwortlich. Dazu unterhält sie sieben jeweils für eine Region zuständige Organisationszentralen und ist in jedem der 42 Transplantationszentren mit einem Organisationsbüro vertreten. Damit ist die DSO überall ein schnell erreichbarer Ansprechpartner für Ärzte, Patienten und deren Angehörige.
Kostenfreies Infotelefon "Organspende" zusammen mit der BZgA:
Telefon: 0800 9040400
(Sprechzeiten: Mo bis Do: 9 - 18 Uhr, Fr: 9 - 16 Uhr)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Ostmerheimer Str. 220
51109 Köln
Tel.: 0221 8992-0
Fax: 0221 8992-300
Internet: www.bzga.de; www.organspende-kampagne.de
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist eine obere Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Sie nimmt für den Bund Aufgaben der Prävention und Gesundheitsförderung wahr. Nach § 2 Abs. 1 des Transplantationsgesetzes ist die BZgA u.a. zuständig für die Aufklärung der Bevölkerung über die Möglichkeit der Organspende und die Voraussetzung der Organentnahme. Sie hält Organspendeausweise und geeignete Aufklärungsunterlagen zum Abruf bereit.
Bundesverband der Organtransplantierten e.V. (BDO)
http://www.bdo-ev.de/
Infos zur Organspende aus dem Bundesministerium für Gesundheit
http://www.bmgesundheit.de
Verein Sportler für Organspende e.V. (VSO):
Postfach 17 04 29, 60078 Frankfurt
Mitglieder sind Spitzensportler und die Prominenz der Fernseh- und Sportmoderatoren. Ziel des Vereins ist es Aufmerksamkeit zu erzeugen und eine Lobby für Schwerkranke zu sein, die sich selbst nicht helfen können.
http://www.vso.de/
Deutsche Transplantationshilfe e.V.
Anlaufstelle für Transplantationspatienten und deren Angehörige
http://www.d-t-g-online.de/
Kampagne der Deutschen Stiftung Organtransplantation "Fürs Leben - Für Organspende"
http://www.fuers-leben.de/
Organspende und Patientenverfügung
Wenn Sie in Ihrer Patientenverfügung vorsehen wollen, dass Sie in der Sterbephase nur in begrenztem Umfang behandelt werden möchten, jedoch zugleich – wenn möglich - Organspender werden wollen, dann sollten Sie für den Fall in Ihrer Patientenverfügung die entsprechenden Regelung treffen.
