Wasser

Dass Wasser viel für unser Wohlbefinden tun kann, kommt nicht von ungefähr. Schließlich bestehen circa 65 Prozent unseres Körpers aus dem Stoff. Beim Baby ist es etwas mehr, bei älteren Menschen etwas weniger. Und: 1,4 Milliarden Kubikkilometer Wasser kreisen ständig über den Erdball. Die ersten Lebewesen – unsere Vorfahren – kamen aus dem Wasser. Und ohne Wasser wäre die Erde menschenleere Wüste.

Wasser ist wichtig fürs Wohlbefinden

Schon ein geringfügiger Wasserverlust bringt unseren Körper aus dem Gleichgewicht. Denn, wer schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe wie Natrium, Magnesium, Kalium, Eisen und Zink. Diese Stoffe kann der Körper selbst nicht herstellen. Ab zwei Prozent Flüssigkeitsverlust nimmt die Leistungsfähigkeit ab, bei fünf Prozent kommt es zu Krämpfen und Erbrechen. Zehn Prozent führen zu Halluzinationen, fünfzehn Prozent bringen den sicheren Tod. Nachfüllen ist angesagt. Und das geht am besten mit Trink- oder Mineralwasser, und zwar ganz kalorienfrei.

Das Who is Who der Wässerchen

Deutschland hat es gut: 500 Mineralwässer, 60 Heilwässer und zahlreiche Quell- und Tafelwässer gibt es, ausländische Elixiere nicht mitgerechnet. Und so unterscheiden sie sich:

  • Mineralwasser: stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, die vor Verunreinigung geschützt sein müssen. Es soll direkt an der Quelle abgefüllt werden. Auf dem Etikett muss vermerkt sein, wann es von einer vereidigten Prüfstelle analysiert wurde. 
  • Heilwasser: kommt ebenfalls aus reinen, unterirdischen Wasservorkommen. Heilwasser besitzt heilende, lindernde und vorbeugende Wirkung, die wissenschaftlich nachgewiesen und durch die amtliche Zulassung bestätigt wird. Im Gegensatz zum Mineralwasser unterliegt es damit nicht dem Lebensmittel-, sondern dem Arzneimittelgesetz. Das heißt im Klartext: Die Genehmigungs- und Kontrollprozeduren sind länger. Ursprünglich wurde nur Heilwasser in grüne Flaschen abgefüllt. Inzwischen verkaufen viele Firmen auch ihr kohlensäurearmes Mineralwasser in dieser Farbe. 
  • Quellwasser: stammt aus einer unterirdischen Quelle. Allerdings sind die gesetzlichen Anforderungen nicht so hoch. Quellwasser muss am Quellort abgefüllt werden. Eine Mindestmenge an Mineralien ist nicht vorgeschrieben. In seiner Zusammensetzung hat Quellwasser allen Kriterien zu genügen, die für Trinkwasser vorgeschrieben sind.
  • Tafelwasser: Die Bezeichnung trügt heute. Tafelwasser war nach der Tafelwasserverordnung von 1935 das beste Nass. Seit 1984 gilt der Begriff für die niedrigste Wasserart. Tafelwasser enthält meist Trinkwasser als Grundsubstanz und darüber hinaus weitere Zutaten, wie Meerwasser, Sole, Mineralstoffe und Kohlensäure. Anders als Mineralwasser muss Tafelwasser in der Gastronomie nicht in der Originalverpackung serviert werden.

Und wie steht es mit dem Trinkwasser?

Warum Kisten schleppen, wenn das kostbare Nass doch auch aus der Leitung kommt? Das haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr Verbraucher gefragt und sich einen Trinkwassersprudler zugelegt. Mittlerweile finden sich solche Geräte in etwa jedem fünften Haushalt, hat die Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg ermittelt.

Aber wie steht es mit der Qualität unseres Leitungswassers? Was ist mit Verunreinigungen durch Schwermetalle, Nitrat oder Spritzmittel aus der Landwirtschaft? Das Magazin Ökotest kommt zum Ergebnis: Deutsches Trinkwasser ist weitaus besser als sein Ruf. Zudem ist Trinkwasser eines der am besten kontrollierten Lebensmittel.

Die Qualität des eigenen Leitungswassers lässt sich beim örtlichen Wasserwerk erfragen.

Zur Problematik des Bleigehaltes im Leitungswasser, gibt es hier nähere Informationen.

Letzte Aktualisierung: November 2011

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