Hirse
Hirse ist eine Sammelbezeichnung für mehrere Getreidearten. Die Hirse, die bei uns in den Handel kommt, ist die Rispenhirse mit geschältem Korn und kleinen, goldgelben Kügelchen. Sie wird bisweilen auch Echte oder Deutsche Hirse genannt, da sie früher als so genanntes Brot des armen Mannes bei uns in größerem Umfang angebaut wurde. Hirse galt als Symbol der Fruchtbarkeit und wurde zu Hochzeiten und zum Jahresanfang traditionell als Hirsebrei gereicht. Die Hirse ist eine anspruchslose Pflanze, die mit wenig Wasser auskommt und auch noch dort Ertrag bringt, wo andere Getreidearten nicht mehr gedeihen. In vielen Gebieten Asiens, Afrikas, Nord- und Südamerikas ist sie noch heute das wichtigste Nahrungsmittel.
Inhaltsstoffe
Hirse enthält hochwertiges Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate. Darüber hinaus liefert sie verschiedene Vitamine: Vitamin B1, Vitamin B2, Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6, Biotin, Folsäure und Calcium, Kalium, Magnesium, Fluor und vor allem Eisen. Daher wird Hirse besonders Vegetariern empfohlen, um die Versorgung mit Eisen zu verbessern. Ein Esslöffel Hirse von 20 g beinhaltet 71 kcal bzw. 296 kJ.
Zubereitung
Hirse wird meist als geschältes ganzes Korn angeboten. Man kann sie wie Reis kochen sowie zu Brei, Salaten, Aufläufen oder Suppen verarbeiten. Sie eignet sich nicht zum Brot backen, da ihr das Klebereiweiß (Gluten) fehlt.
Letzte Änderung: Oktober 2011

