Eisenmangel
Der Eisenmangel ist die häufigste Ursache für eine Blutarmut (Anämie) in unserem Land, sie betrifft viel häufiger Frauen als Männer. Der menschliche Organismus enthält rund zwei bis vier Gramm Eisen. Das meiste Eisen ist an den Farbstoff in den roten Blutkörperchen gebunden.
Die Gründe für einen Eisenmangel
Entweder liegt eine zu geringe Zufuhr, eine gestörte Aufnahme oder ein Verlust von Eisen im Körper vor.
- Blutverlust ist die häufigste Ursache eines Eisenmangels. Kleinste, mit dem Auge nicht sichtbare, Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt sind eine häufige Ursache des Eisenmangels. Aber auch starke Monatsblutungen können zum Mangel führen.
- Eine gestörte Eisenaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt (z. B. nach einer Magenoperation) kann den Mangel begründen.
- Ein erhöhter Bedarf, in der Schwangerschaft oder während des Wachstums, kann der Grund sein, wenn nicht entsprechend mehr Eisen aufgenommen wird.
- Manchmal ist eine zu geringe Zufuhr mit der Nahrung (z. B. bei Vegetariern) die Ursache.
So macht sich Eisenmangel bemerkbar
Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Luftnot oder blasse Haut sind oft die einzigen Anzeichen, die durch die Blutarmut zustande kommen. Haut- und Schleimhautveränderungen (Einrisse der Mundwinkel, spröde Haut und Rillen in den Fingernägeln) können sich ebenfalls ausbilden. Wenn Ihnen eine blasse Hautfarbe, ein allgemeines Schwächegefühl oder andere Symptome auffallen, sollten Sie zu einem Arzt gehen, damit dieser untersuchen kann, ob bei Ihnen ein Eisenmangel vorliegt. Anschließend sollte der Grund der Erkrankung gesucht und behandelt werden.
Eine Schwarzfärbung des Stuhlgangs spricht für eine Blutung. Wenn Sie diese feststellen, sollten Sie ebenfalls sofort den Arzt informieren. Die Farbänderung kann aber auch durch Eisentabletten zustande kommen.
Eisenmangel vorbeugen
Ein Eisenmangel lässt sich u. a. mit Eisentabletten beseitigen. Das funktioniert jedoch langfristig nur, wenn die Grunderkrankung behoben wird. Um einem Mangel vorzubeugen, ist eine ausgewogene, vollwertige Ernährung wichtig.
Die empfohlene Eisenzufuhr beträgt für Männer 10 mg täglich, für Frauen mit Monatsblutung 15 mg (nach der Menopause ebenfalls 10 mg), für Frauen in der Schwangerschaft 30 mg, und für stillende Frauen 20 mg.
Besonders viel Eisen enthalten Fleisch, Innereien, Gemüse und Hülsenfrüchte. Wenn die Mahlzeit gleichzeitig mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln und Säften verzehrt wird, verbessert das die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Letzte Änderung: Oktober 2011

