Durst
Durstige sind zu spät dran. Wer ein trockenes Gefühl im Mund, eine klebrige Zunge oder Kopfschmerzen hat, leidet bereits unter Flüssigkeitsmangel. Viel trinken ist besonders im Sommer wichtig. Stellen Sie sich am besten schon morgens Ihre Tagesration bereit:
Bei normalen Temperaturen
Ihr Körper verliert täglich rund 2,6 Liter Flüssigkeit, die er über Haut, Nieren, Darm und Lunge ausscheidet. Mit der Nahrung wird täglich etwa ein Liter Flüssigkeit wieder zugeführt. Die Differenz müssen Wasser, Tee und Co. abdecken. Also etwa 1,5 Liter täglich. Klettert das Thermometer höher, sollte je nach Schweißverlust mehr getrunken werden.
Sportler brauchen mehr
Wer Sport treibt, sollte ausreichend trinken. Je nach Intensität, Sportart und Außentemperatur sind die Mengen unterschiedlich. Sportliche Aktivitäten von Freizeitsportlern, die 45–60 Minuten dauern, erfordern noch keinen Flüssigkeitsersatz während des Trainings. Die Schweißverluste können nach der Beendigung der sportlichen Aktivität wieder ausgeglichen werden.
Dauert die sportliche Tätigkeit länger als 60 Minuten, sollte bereits während der Belastung getrunken werden. So bleiben körperliche Leistungsfähigkeit, Konzentration und Koordination erhalten, Kreislaufzusammenbrüche werden vermieden.
Soda oder Selters?
Kaffee, Alkohol und Energy-Drinks sind Genussmittel und keine angemessenen Durstlöscher. Trink- oder Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen mit einem Saft-Wasser-Verhältnis von von ca. 1:10 sowie sowie ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees sind eher zu empfehlen. Auch wasserreiches Obst und Gemüse bessert Ihre Flüssigkeitsbilanz auf.
Trinkwasser ist eine gute Alternative zu Mineralwasser, meint AOK-Ernährungsberaterin Anita Zilliken. Das, was in Deutschland aus dem Hahn komme, sei gesundheitlich unbedenklich. Auch die Bedenken der verminderten Zufuhr von Mineralstoffen räumt die Diplom-Ökotrophologin aus dem Weg: Den überwiegenden Teil der Mineralstoffe nimmt der Mensch sowieso durch die Nahrung auf. In kleinerem Maße verfügt auch das Wasser aus der Leitung über die wichtigen Stoffe, erklärt die Expertin. Über die jeweilige Zusammensetzung kann Ihr örtliches Wasserwerk Auskunft geben.
Informieren Sie sich auch über die Beschaffenheit der hauseigenen Leitungen. Bei Blei- und Kupferrohren ist das Wasser eventuell belastet. Wie Sie hier am besten vorgehen, erfahren Sie in dem Artikel Trinkwasser und Bleigehalt. Beim Einsatz eines Gerätes, mit dem man Leitungswasser selbst sprudeln kann, muss unbedingt auf die regelmäßige Reinigung mit heißem Wasser, Spülmittel und einer sauberen Flaschenbürste geachtet werden.
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Letzte Änderung: Oktober 2011

