Cholesterin
Cholesterinarme Ernährung
Früher hieß es, bei hohen Cholesterinwerten cholesterinreiche Lebensmittel meiden und so die Blutfettwerte senken. Heute weiß man, dass man mit gezielter Ernährung Cholesterin und Triglyceride im Blut positiv beeinflussen kann. Doch nicht jeder kennt die Grenzwerte oder weiß, wie man durch die Ernährung die Cholesterinwerte senken kann. In unserer Wunschgerichtdatenbank finden Sie 161 cholesterinarme Rezepte.
Grundsätzlich ist Cholesterin oder Cholesterol (wie es international bezeichnet wird, da es aufgrund seiner chemischen Struktur zu den Alkoholen gehört) nicht gesundheitsschädlich, denn der Körper stellt die fettähnliche Substanz selbst in ausreichender Menge her. Das heißt, er ist nicht auf eine Cholesterinzufuhr über die Nahrung angewiesen. Cholesterin benötigt der Körper zur Bildung von Hormonen, Gallensäuren, Vitamin D, Nervengewebe und Zellwänden.
Zuviel an Cholesterin im Blut – die Folgen
Man muss zwei Formen von Cholesterin unterscheiden: Das HDL-Cholesterin transportiert den fettähnlichen Stoff aus den Zellen in die Leber, wo es abgebaut und somit entsorgt wird. Daher gilt es auch als gutes Cholesterin. Das schädliche LDL-Cholesterin wirkt umgekehrt, indem es Cholesterin über das Blut zu den Organen bringt. In höheren Konzentrationen neigt es allerdings dazu, sich an den Wänden der Blutgefäße abzulagern. Dadurch verdickt sich zunehmend die Arterienwand und es kommt letztlich zur Verstopfung der Arterien, zur sogenannten Arteriosklerose. Durch diesen Prozess gelangen weniger Blut und weniger Sauerstoff zu den Organen und Geweben. Herzinfarkt oder Schlaganfall können die Folge sein. Ein hoher LDL-Blutspiegel ist daher nicht erwünscht, ein hoher HDL-Blutspiegel jedoch sehr wohl.
Ein zu hoher Cholesterinspiegel ist allerdings nur einer der Risikofaktoren für Herz-und Kreislauf-Erkrankungen: Übergewicht, Bluthochdruck, Rauchen und Diabetes mellitus beeinflussen ebenfalls entscheidend das Risiko. Dies gilt ebenso für Stress und Bewegungsmangel. Da die Faktoren zusammen stärker wirken als für sich alleine, erhöht sich mit jedem weiteren Risikofaktor die Gefahr um ein Vielfaches.
Was hilft bei zu hohen Cholesterinwerten?
Für die Cholesterinkonzentration im Blut ist vor allem die verzehrte Menge an Gesamtfett – insbesondere an gesättigten Fettsäuren – entscheidend. Der Speiseplan sollte daher insgesamt weniger fettreiche Lebensmittel und mehr pflanzliche zugunsten tierischer Lebensmittel enthalten. Anstelle der eingesparten Fette können die Kalorien über Brot, Nudeln, Reis, Haferflocken, Gemüse, Salate, Obst, Hülsenfrüchte sowie Kartoffeln aufgenommen werden. Diese pflanzlichen Lebensmittel sind fettarm und cholesterinfrei.
Sekundäre Pflanzenstoffe in Gemüse und Obst haben cholesterinsenkende, antioxidative und antientzündliche Wirkungen. Ebenfalls zu berücksichtigen ist die Cholesterinaufnahme über die Nahrung. Ein übermäßiger Verzehr von cholesterinreichen Lebensmitteln kann – bei entsprechender Veranlagung – zu ungünstigen Veränderungen der Blutfettwerte führen. Die tägliche Cholesterinzufuhr mit der Nahrung sollte deshalb maximal 300 mg betragen.
Cholesterinreiche Lebensmittel sind z. B. Innereien, Speck, Sahne, fettreiche Fleischwaren oder Käsesorten, Meerestiere, Aal/Räucherfisch und die Haut bei Fisch und Geflügel. Essen Sie nicht mehr als 2 bis 3 Eier pro Woche. Auch Frischeinudeln, Dressings, Fertiggerichte können Eier bzw. Eigelb enthalten. Cholesterinreiche Lebensmittel sind in aller Regel auch reich an gesättigten Fettsäuren, die sich ungünstig auf die LDL-Konzentration im Blut auswirken können und damit das Risiko für koronare Herzkrankheiten erhöhen.
Neben einer angepassten Ernährung gehören Lebensstiländerungen wie Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung, wenig Alkohol und Rauchverzicht unbedingt zu einer zielgerichteten Ernährungsumstellung bei erhöhten Cholesterinwerten.
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Letzte Aktualisierung: Oktober 2011

