Diabetes mellitus Typ 1

Diagnose und Therapie
Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 sind die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse Opfer einer Entzündung, die von körpereigenen Abwehrzellen ausgelöst wird. Dieser Prozess beginnt meist schon in frühen Lebensjahren. Schon vor dem endgültigen Ausbruch der Krankheit lassen sich die Abwehrzellen im Blut nachweisen.
Bisher ist es aber nicht möglich, darauf mit einer Therapie zu reagieren. Medikamente, die das körpereigene Abwehrsystem ausschalten, haben zu starke Nebenwirkungen. Außerdem gibt es keine eindeutigen Belege für den Erfolg einer solchen Therapie, die den Diabetes abwenden könnte. Auch ein Spender-Organ als Ersatz für die kranke Bauchspeicheldrüse bringt keine Heilung. Transplantationen von Bauchspeicheldrüsen sind in der Regel zu riskant. Auch Versuche, nur die Insulin produzierenden Zellen aus der Drüse zu verpflanzen, sind bislang gescheitert.
Patienten mit Diabetes Typ 1 sind also auf Insulinspritzen oder Insulinpumpen angewiesen. Eine speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Insulintherapie hilft ihnen, ähnlich lange und genauso gut zu leben wie Menschen ohne Diabetes. Die strukturierte Behandlung von Diabetes Typ 1 im Rahmen von AOK-Curaplan kann dazu beitragen, dass sich die Lebensqualität der Patienten verbessert und dass sich die Lebenserwartung erhöht. Begleit- und Folgeerkrankungen des Diabetes treten seltener auf.
Dreh- und Angelpunkt für den Erfolg der Insulinbehandlung ist ein guter Blutzuckerwert, der dem von Menschen ohne Diabetes möglichst nahe kommt. Bei guten Blutzuckerwerten treten keine der unangenehmen Krankheitszeichen wie Gewichtsabnahme, Harndrang oder gar schwere Über- oder Unterzuckerungen auf. Eine gute Einstellung des Blutzuckers schützt zudem vor Folgeerkrankungen an Nieren, Augen, Nerven und am Herz-Kreislauf-System. Im Rahmen von AOK-Curaplan legen Patient und Arzt gemeinsam fest, mit welcher Therapieform diese Ziele am besten erreicht werden können.
