COPD

So entsteht eine COPD
Bei der chronisch atemwegsverengenden Lungenerkrankung (englisch chronic obstructive pulmonary disease, kurz COPD) wird der Weg der Luft zu den Lungenbläschen durch eine Verengung der Bronchien behindert. Die COPD entwickelt sich auf dem Boden der chronischen Bronchitis, vom Volksmund als „Raucherhusten“ bezeichnet, da in mindestens 4 von 5 Fällen das Rauchen die Ursache ist. Die Verengung der Bronchien wird durch ein Anschwellen der Bronchialschleimhaut und durch eine krankhaft erhöhte Schleimproduktion verursacht. Eine Schädigung der Flimmerhärchen in den Bronchien führt dazu, dass dieser Schleim nicht mehr ausreichend abtransportiert werden kann. Als Folge dieser Verengung der Atemwege werden die Lungenbläschen mit weniger Sauerstoff versorgt, als der Körper eigentlich braucht. Zu Beginn merkt man meist nichts von dieser Einschränkung, dann reicht die Luft bei größerer Belastung nicht mehr. Bei schwerer betroffenen Patientenwerden selbst kleinste Bewegungen anstrengend oder es besteht auch in Ruhe Atemnot.
Im Gegensatz zur einfachen akuten Bronchitis (Bronchienentzündung), die in den meisten Fällen harmlos verläuft, ist die chronisch-obstruktive Verlaufsform eine ernsthafte Erkrankung. Meist bildet sich die COPD ganz allmählich, weil die Patienten Symptome wie Husten und gelegentliche Atemnot nicht ernst genug nehmen und die andauernde Entzündung der Atemwege über Jahre nicht erkannt wird. Typisch für die COPD ist, dass die Verengung der Atemwege - im Gegensatz zu Asthma - nicht oder nur in sehr geringem Maße durch Medikamente wieder aufgehoben werden kann.
Unter dem Oberbegriff COPD fassen Mediziner die chronisch verengende Bronchitis und das so genannte Lungenemphysem zusammen. Ein Lungenemphysem ist eine krankhafte Überblähung der Lunge, die durch eine Schädigung an den Lungenbläschen entsteht . Die Wände der Lungenbläschen werden zerstört. Aus vielen kleinen Lungenbläschen mit großer Oberfläche entstehen einzelne große, schlaffe Blasen, die zudem auf die gesunden Lungenbläschen drücken. Die Oberfläche der Lunge, die Sauerstoff aufnehmen kann, verkleinert sich dadurch. Sind die Lungenbläschen einmal zerstört, werden sie nicht mehr neu gebildet und fehlen bei der Atmung. Mit der zunehmenden Überblähung wird die Lunge immer weniger leistungsfähig.
