COPD

COPD und Rauchen
Zigarettenrauch enthält über 4.000 verschiedene Stoffe, von denen viele giftig sind. Diese Schadstoffe werden bei jedem Zug eingeatmet und gelangen bis in die kleinsten Verzweigungen der Lunge. Dort greifen sie die Schleimhäute an. Die so genannten Becherzellen in der Schleimhaut, die für die Produktion von Schleim verantwortlich sind, werden dazu gebracht, mehr und vor allem zäheren Schleim zu produzieren als normal. Gleichzeitig lähmen oder zerstören die Schadstoffe die so genannten Flimmerhärchen, die normalerweise Fremdkörper und Staub aus der Lunge transportieren. Beide Faktoren - vermehrte Bildung von zähem Schleim und Verklebung der Flimmerhärchen - führen dazu, dass der Motor der Bronchienreinigung stockt. Schmutz und Schadstoffe bleiben in der Lunge und blockieren die feinen Verästelungen. Durch die chronische Schwellung der Schleimhaut verringert sich der ohnehin schon enge Durchlass für die Luft noch weiter.
Wenn durch anhaltendes Rauchen immer neue Schadstoffe in die Lunge gebracht werden, sind die Schäden nicht mehr rückgängig zu machen. Das Ergebnis wird als "Obstruktion" (Verengung) der Bronchien bezeichnet. Da die Atemwege bei der Ausatmung enger sind als bei der Einatmung, entsteht ein Ventileffekt, der das Atmen immer schwerer macht.
