Besser einkaufen: Geschirrspülpulver
Die Qualität von Geschirrspülpulvern veranlasste Stiftung Warentest zu besonderem Lob: Viele spülen mindestens so gut wie die besten Reiniger in Tablettenform, fünf sogar noch besser – und dabei preisgünstig.
Wer Geschirr und Besteck mit der Maschine reinigt, hat die Wahl und entscheidet sich in drei von vier Fällen für Tabs – schließlich braucht man bloß eine Tablette ins Dosierfach zu geben und fertig. Sogenannte Multifunktionstabs – man erkennt sie meist an dreifacher Färbung – enthalten sogar Klarspüler und Enthärter. Das erspart das Nachfüllen in der Maschine.
Diesen Komfort erkauft man sich über den Preis, denn Tabs sind teurer als Pulver. Warentest rechnet vor: Selbst wenn man bei den Pulvern noch 1 bis 1,5 Cent für Klarspüler und Enthärtersalz pro Spülgang rechnet, ist der Abwasch mit den preiswertesten Pulvern immer noch günstiger als mit den billigsten „guten“ Tabs.
So bewertete Stiftung Warentest
„Sehr gut“ reinigen und mit 3 Cent pro Maschinengang am günstigsten sind:
- alio compact von Aldi Süd
- K Classic Nevos von Kaufland
- Minel Compact von Markant
Zum gleichen Preis mit Note „gut“ reinigen:
- AS Classic von Schlecker
- Gut & günstig von Edeka (gleich Priva von Netto)
- W5 Kompakt von Lidl
- Ja! Compact von Rewe (gleich Cliro von Penny)
- Tip von Real
- Denkmit von dm
Für vergleichbare Prüfergebnisse haben die Warentester konstant 20 Gramm Pulver in die Maschine gegeben. Weil in der Praxis selten so genau abgemessen wird, bieten sich kostengünstige Multifunktionstabs als Alternative an: Mit „gut“ schnitten in früheren Warentests die Komplett-Tabs von Aldi, Lidl, dm, Rewe ja!, Rossmann 7in1 und Kaiser’s Tengelmann A&P ab. Sie kosten durchschnittlich 7 bis 9 Cent pro Spülgang.
Gut zur Umwelt, gut zum Schmutz
Noch keinen guten Eindruck hinterlassen die meisten umweltfreundlichen Geschirrreiniger. Die Hersteller versuchen dabei ohne Phosphat auszukommen – Phosphate führen zur Überdüngung von Gewässern –, manche auch ohne schmutzlösende Enzyme. Allerdings war die Reinigungsleistung sowohl von Pulvern als auch von Tabs in der Regel „ausreichend“ bis „mangelhaft“. Dazu kommen oft noch relativ auffällige Kalkrückstände auf dem Geschirr. Eine Ausnahme bilden die bereits 2010 „gut“ getesteten und phosphatfreien Solotabs „fit Grüne Kraft Classic“. Sie sind mit durchschnittlichen Kosten von 12 Cent pro Spülgang im Vergleich mit anderen als umweltfreundlich beworbenen Produkten sogar günstig. Man kann sie übers Internet beziehen.
Sauber, sauber
Der effizienteste Spülgang ist üblicherweise ein 50-Grad-Programm. Darauf sind die Reiniger auch spezialisiert, wie die Warentests zeigten. Zumindest verschwinden bei guten bis sehr guten Produkten alle sichtbaren Schmutzreste. Sollten trotz Chemie noch unsichtbare Keime überleben, wird ihnen spätestens in der heißen Trockenluft der Spülmaschine der Garaus gemacht.
Die Hygiene im Gerät kann nachlassen, wenn häufig ein Schnellprogramm läuft. Dann können sich Schmutzrückstände ablagern. Zur Vorbeugung genügt es, wenn etwa einmal pro Woche ein Intensivprogramm oder 65/70-Grad-Programm läuft. Spezielle Maschinenreiniger werden allenfalls bei hartnäckigen Verschmutzungen empfohlen. Zur Maschinenpflege gehört es zudem, das Sieb regelmäßig zu reinigen. Wer dann noch gelegentlich die Türdichtung mit Allzweckreiniger und lauwarmem Wasser abwischt, hat wirklich alles für die Maschinenhygiene getan. Der letzte Tipp ergibt sich aus einer Studie Slowenischer Forscher, die Spülmaschinen in unterschiedlichen Ländern nach Keimen untersucht haben. Dabei fanden sie in vielen Türdichtungen Pilze – die man jedoch mit Lappen und Seife verhüten kann.


