Allergielexikon
Atopisches Ekzem (endogenes Ekzem, Neurodermitis)
Chronische oder chronisch wiederkehrende Erkrankung der Haut, die meist im Kleinkindalter beginnt. Die Betroffenen leiden unter starkem Juckreiz, Rötungen, Schuppungen und v.a. trockener Haut. Die Erkrankung tritt gehäuft mit anderen Krankheiten aus dem allergischen Formenkreis auf (z.B. Asthma). Ansteckungsgefahr besteht nicht.
Als Ursache der Erkrankung werden bestimmte Provokationsfaktoren wie Klima, Nahrungsmittel, Allergene, Stress und Infekte diskutiert, aber auch Vererbung scheint eine Rolle zu spielen.
Prävention: Es gibt keinen sicheren vorbeugenden Schutz. Aber der prophylaktische Wert des Stillens vor Entwicklung kindlicher Atopie (mindestens vier Monate ohne Zufütterung) wird diskutiert. Besonders wenn beide Eltern an Allergien leiden ist das Risiko des Kindes, an Neurodermitis zu erkranken, erhöht. Wenn Stillen nicht oder nicht ausreichend möglich ist, ist die Gabe von partiell oder extensiv hydrolysierter Säuglingsnahrung bei Risikokindern bis zum vollendeten 4. Lebensmonat zu empfehlen. Die AOK Ernährungsfachkräfte können mit einer Diätberatung durch eine auf Kinder spezialisierte Diät die Allergieprävention unterstützen. Weitere wirkungsvolle Maßnahmen sind Nikotinverzicht während und nach der Schwangerschaft, Rauchfreiheit im Haushalt, Hausstaubmilbenbekämpfung und Verzicht auf pelztragende Haustiere.

