Junge Familie von A-Z

Schulranzen

Ein guter Schulranzen – erkennbar an dem Hinweis "Entspricht DIN 58124" – verteilt die Belastung gleichmäßig und stützt die Rückenpartie optimal. Dabei ist das Gewicht möglichst nah am Körper positioniert.

Jedes Gramm zählt

Sicher, die Arbeitsmappen, das Mäppchen und die Pausenbrote muss Ihr Kind täglich mit zur Schule nehmen. Aber die 100er Packung Filzstifte, der große Bildatlas und den Gameboy ebenfalls?

Was nutzt der beste und leichteste DIN-Ranzen, wenn überflüssiges Schulmaterial oder Spielzeug spazieren getragen wird? Oder wenn er gar am Griff seitlich getragen wird? Und was bringen die verstellbaren Gurte, wenn die Tasche trotzdem "auf halb acht" hängt?

Auch wenn Ihr Kind trainiert ist und sein Ranzen nur kurze Zeit auf dem Buckel trägt: Die Tasche sollte niemals schwerer sein, als wirklich notwendig.

Es gibt zur Orientierung eine Faustregel: Das Höchstgewicht des Schulranzens – Tasche und Inhalt – sollte maximal 10 bis 12 Prozent des Körpergewichts betragen. Bei einem 20 Kilo schweren ABC-Schützen also maximal 2,4 Kilo. Dies sind bei einem empfohlenen Taschengewicht von 1,2 Kilo nochmals 1,2 Kilo für Bücher, Hefte, Pausenbrot und Trinkflasche. Das ist nicht viel!

So viel sollte der Schulranzen mit Inhalt höchstens wiegen:

Körpergewicht Ranzen-Höchstgewicht
18 bis 23 kg 2,2 bis 2,8 kg
24 bis 28 kg 2,9 bis 3,4 kg
29 bis 33 kg 3,5 bis 4,0 kg
34 bis 38 kg 4,1 bis 4,6 kg
39 bis 43 kg 4,7 bis 5,2 kg
44 bis 48 kg 5,3 bis 5,8 kg
49 bis 53 kg 5,9 bis 6,4 kg
54 bis 58 kg 6,5 bis 7,0 kg


AOK-Expertentipp
Achten Sie darauf, dass der Ranzen Ihres Kindes unter dem individuellen Höchstgewicht liegt bzw. möglichst nah an den Wert heran kommt. Ihr Spross trägt die Verantwortung für seine Tasche selbst? Das ist gut so! Überprüfen Sie aber regelmäßig – am besten alle 14 Tage – den Inhalt. Es gehört nur hinein, was in der Schule benötigt wird. Schweres Material – bestimmte Bücher, Zeichen-Equipment – kann auch in der Schule deponiert werden. Solche Möglichkeiten gibt es nicht? Dann regen Sie Ablagen beim nächsten Elternabend an. Sie werden Zustimmung finden!

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Wenn das Kind nicht normalgewichtig ist

Übrigens: Die vorgenannten Angaben gelten nur für normalgewichtige Kinder!

Manche Schulanfänger sind noch sehr klein und leicht. Bei diesen "Fliegengewichten" ist das Höchstgewicht mit der 12-Prozent-Formel kaum zu erreichen. Hier gilt einfach nur, so nah wie möglich an das Ziel-Ranzengewicht zu kommen. Auf keinen Fall sollten 15 Prozent des Körpergewichts überschritten werden.

Bei übergewichtigen Kindern muss die Faustregel ebenfalls relativiert werden – denn Übergewicht ist nicht mit Stärke gleichzusetzen! Das Skelett der "Schwergewichte" trägt schon mühsam an der Last des Übergewichtes. Zur Ermittlung des Ranzen-Höchstgewichtes orientiert man sich daher an einem normalgewichtigen Kind.

AOK-Expertentipp

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind besonders wenn es ein "Fliegen- oder Schwergewicht" ist, sich körperlich betätigt. Ihr Spross hat mit Sport nichts am Hut? Dann integrieren Sie viel Bewegung in seinen Alltag. Fahren Sie mit ihm Rad oder Inline Skates, gehen Sie mit ihm schwimmen und spazieren.

Kinder, die sich viel bewegen, die regelmäßig Sport treiben, verfügen über entsprechende Muskulatur, die das gelegentliche Tragen eines etwas zu schweren Ranzens tolerieren kann.

 

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Ein Schulranzen muss sein!

In den letzten Jahren ist der Freizeit-Rucksack als Schultasche modern geworden. Doch diese "Leichtbauweise" ist als Ranzen gänzlich ungeeignet! Zum einen beschädigt er Bücher und Hefte. Zum anderen fehlt ihm die nötige Eigenstabilität sowie ausreichende Rückenpolsterung. Außerdem wird der Rucksack der "Coolness" wegen meist viel zu tief getragen.

Auch Aktenkoffer und andere Taschen, die an einem Griff gehalten werden, sind für Kinder als Schultasche tabu. Denn unabhängig vom Gewicht führt das seitliche Tragen bei jungen Menschen zu einer gefährlichen seitlichen Krümmung der noch weichen Wirbelsäule.

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Achten Sie darauf, dass Ihr Kind mit einem "klassischen" Ranzen zur Schule geht und ihn immer auf dem Rücken trägt. Wie lange? Bis zum 12. oder 13. Lebensjahr. Wählen Sie beim Kauf einen Schulranzen aus, der von der Farbe und dem Motiv gefällt. Das erhöht die Akzeptanz.

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Einstellung und Inhalt laufend kontrollieren

Ein Schulranzen muss perfekt sitzen. Sind die Riemen zum Beispiel zu lang, verlagert sich der Ranzenschwerpunkt nach hinten. Die untere Taschenkante kann dann im Bereich der Lendenwirbelsäule schmerzhafte Druckstellen verursachen. Langfristig kann die Falscheinstellung zu einem Hohlrücken führen. Sind die Riemen zu kurz, gleicht das Kind die Belastung aus, indem es sich nach vorne beugt. Dann kann es zu einem Rundrücken kommen.

Ganz wichtig ist, dass Sie als Elternteil immer wieder gemeinsam mit Ihrem Kind die Tasche – Inhalt und Einstellung – kontrollieren. Auch Lehrer und Erzieher sind gefordert, die Schüler laufend für das Thema Rückengesundheit zu sensibilisieren – Gesundheitserziehung ist Aufgabe aller!

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Achten Sie darauf, dass der Ranzen Ihres Kindes waagerecht sitzt und dicht am Körper anliegt. Dabei sollte die Oberkante des Ranzens mindestens mit der Schulterhöhe abschließen. Dies tut er nicht? Dann korrigieren Sie die Einstellung der Gurte.

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Der perfekte Sitz

Der beste Schulranzen nutzt nichts, wenn er nicht richtig zum Einsatz kommt. Auf folgendes sollten Kinder und Eltern besonders achten:

  • Überprüfter Inhalt:
    In den Ranzen gehört nur hinein, was Ihr Kind am jeweiligen Schultag benötigt.
  • Optimale Verteilung:
    Schwere Gewichte, zum Beispiel große Bücher, sind im hinteren Fach verstaut, also möglichst nahe am Rücken.
  • Kindgerechte Trageweise:
    Der Schulranzen wird auf dem Rücken getragen. Der Tragegriff ist nur zum Auf- und Abnehmen sowie zum Aufhängen der Tasche gedacht
  • Einstellung der Gurte:
    Die Tragegurte sind straff angezogen. So liegt der Ranzen an beiden Schulterblättern an. Dabei schließt die Oberkante der Schultasche mit der Schulterhöhe ab.

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Checkliste für einen guten Ranzen

  • Hochformatige und stabile Bauweise:
    Diese Ausführung schützt den Inhalt und gibt dem Ranzen die nötige Eigenstabilität. Die ist wichtig, um das Gewicht gleichmäßig zu verteilen. Zudem ist die Tasche so nicht breiter als die kindlichen Schultern – das ist ideal.
  • Adäquates, möglichst geringes Eigengewicht:
    Damit der gepackte Ranzen nicht zu schwer wird sollte sein Eigengewicht zwischen 1.200 Gramm und 1.500 Gramm betragen. Niedrige Werte bedeuten Abstriche an der Stabilität, den Schutzfunktionen und dem Tragekomfort!
  • Körpergerechtes und atmungsaktives Rückenpolster:
    Dieses sorgt für hohen Tragekomfort und optimale Drucklastverteilung. Die Polsterung darf nicht zu dick und nicht zu weich sein, da der Ranzen sonst zu locker sitzt.
  • Gepolsterte 4 cm breite und mindestens 50 cm lange Tragegurte:
    Die auf der ganzen Breite gepolsterten Gurte liegen bequem auf, ohne den Hals des Trägers einzuengen. Die Riemen können einhändig, gleichmäßig, stufenlos eingestellt werden. Damit kann der Sitz des Ranzen in jedem Lebensalter des Kindes optimal angepasst werden. Die Gurte dürfen nicht viel breiter als 4 Zentimeter und nicht zu stark gepolstert sein, da sie sonst nicht komplett aufliegen und die Drucklast erhöhen oder von der Schulter rutschen.
  • Ausreichend langer und bequemer Tragegriff:
    Ist ein Tragegriff vorhanden, muss die umfassbare Grifflänge mindestens 8 Zentimeter betragen. Auf kurzen "Wegen" (Abnehmen des Ranzens – zur Seite stellen der Schultasche) liegt er angenehm in der Hand. Der Griff ist meist auch der Aufhänger.

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