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Diäten im Test

Diäten zur schnellstmöglichen Gewichtsabnahme haben eines gemeinsam: Sie lassen zunächst die Pfunde purzeln, aber hinterher wiegt man sogar noch mehr als vorher. Denn wer nur für kurze Zeit sein Ernährungsverhalten umstellt, hat an der Ursache seines Übergewichtes nichts verändert. Sinnvoll ist es daher, eine Diät auszuwählen, die eine gesunde Lebensmittelauswahl und Essverhalten trainiert. Wir haben elf Diäten unter die Lupe genommen und sagen, womit ein Flop und womit ein dauerhafter Erfolg zu erwarten ist.

 


Was kommt auf den Teller? Vorteile Nachteile Bewertung

Brigitte-Diät

Ausgewogene, vollwertige Mischkost. Viele kombinierbare Rezepte. Bausteinsystem mit 1.000-1.500 Kalorien. Individuelle Speiseplangestaltung. Abwechslungsreiche, saisonbezogene Rezepte. Gute Planung von Zusammenstellung und Einkauf der Lebensmittel notwendig. Hoher Zeitaufwand. Als Dauerernährung bei über 1.500 Kalorien geeignet. Zu empfehlen für alle, die sich gerne an Rezepte halten. Gute Erfolgsaussichten, wenn diese Ernährungsweise beibehalten wird.
Formula-Diät      
Instant-Konzentrat- Pulver zur Herstellung eines trinkfertigen Mahlzeitenersatzes. Bei ausschließlicher Verwendung Begrenzung auf maximal 1200 Kalorien. Hohe Flüssigkeitsaufnahme mit kalorienfreien Getränken notwendig. Einfach durchzuführen. Keine Kautätigkeit. Kein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung. Eintönig. Von einer länger andauernden Durchführung ist abzuraten. Nur bei starkem Übergewicht unter ärztlicher Kontrolle als Einstieg möglich. Verhaltenstraining muss erfolgen.
FdH ("Friss die Hälfte")    
Von der gewohnten Nahrungsmenge wird nur noch die Hälfte gegessen. Einfach zu handhaben. Kein Verzicht auf Lieblingsspeisen. Kein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung. Hungergefühle können auftreten. Von der Durchführung ist abzuraten. Gefahr der Fehl- und Mangelernährung bei langfristiger Anwendung.
Glyx-Diät    
Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (z. B. Nudeln) enthalten Kohlenhydrate, die schneller vom Körper ins Blut aufgenommen werden, als Lebensmittel mit niedrigem Index (z. B. Gemüse). Um leichter abnehmen zu können, wird mehr Gemüse als Nudeln gegessen. Aber auch fettreiches Speiseeis hat einen niedrigeren glykämischen Index als das fettarme Vollkornbrot. Die empfohlenen Lebensmittel sättigen gut. Nahrungsmittel werden isoliert betrachtet. Aber kaum jemand wird beispielsweise Kartoffeln pur essen. Studien, in denen Patientengruppen nach günstigem oder ungünstigem glykämischem Index ernährt wurden, zeigten keine Unterschiede in der Gewichtsabnahme. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält den Index nicht für praxisrelevant.
Hay'sche Trennkost    
80 Prozent der Nahrung sollen aus Obst und Gemüse bestehen. Eiweiß- und kohlenhydrathaltige Lebensmittel  sind getrennt zu verzehren. Neutrale Lebensmittel wie Fette und Gemüse können zu allen Mahlzeiten gegessen werden. Hoher Anteil an Obst und Gemüse, gleichzeitig wenig Fleisch, fette Wurst, Zucker und Süßigkeiten. Die Gesundheitsversprechen sind nicht haltbar. Strikte Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten in Mahlzeiten ist schwierig und sinnlos. Langzeiterfolge sind fragwürdig. Feste Essvorschriften für Lebensmittelkombinationen lassen sich nur schwer auf die Dauer einhalten.
Hollywood-Star-Diät
Vorwiegend Verzehr von tropischen Früchten. Sehr kalorienarme Kost. In regelmäßigen Abständen dürfen an so genannten Diättagen Eier, mageres Fleisch, Salat, rohes Gemüse und Obst verzehrt werden. Einfach durchzuführen. Hoher Obstanteil, Reduktion von Zucker, Salz und Fett. Tropische Früchte sind unter Umständen schlecht zu beziehen und teuer. An manchen Tagen wird zuviel Eiweiß gegessen. Kleine Speisenauswahl. Cholesterinspiegel kann erhöht werden. Mangelernährung mit Risiko. Als Dauerernährung nicht geeignet. Kein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung. Einseitig und eintönig. Von der Durchführung ist abzuraten.
Mayo-Diät    
Vorwiegend Verzehr von Gemüse, magerem Fleisch, Fisch, Obst, bis zu sechs Eiern pro Tag. Kein Streich- oder Kochfett. Flüssigkeitszufuhr durch schwarzen Tee oder Kaffee. Einfach durchzuführen. Einseitig und eintönig. Bei Fettstoffwechselstörungen gefährlich. Kann Cholesterinspiegel riskant erhöhen. Hohe Eiweiß- und Cholesterinzufuhr. Von der Durchführung ist abzuraten.
Mono-Diäten (z. B. Reis-, Gemüse-, Obst-, Eier-Diäten)    
Vorwiegend Verzehr eines Lebensmittels. Geringfügige Ergänzung durch andere Lebensmittel. Begrenzung auf ca. 1.000 Kalorien. Überwiegend einfach durchzuführen. Fixierung auf Rezeptvorgaben. Eintönig. Kann bei Stoffwechselstörungen und anderen Erkrankungen gefährlich werden. Kein Lerneffekt hinsichtlich gesunder Ernährung. Einseitige Nährstoffzufuhr. Häufig Mangel an einigen Vitaminen und Mineralstoffen. Von der Durchführung ist abzuraten.
PfundsKur    
Ausgewogene, vollwertige Mischkost. Nach Lebensmittelgruppen aufgeteilter Plan. Test ermittelt persönlich festzulegende Essmenge. Verhaltenstherapeutisch orientiertes Programm. Auf zehn Wochen begrenzte Kur. Empfehlenswert, da gezielte Lebensmittelauswahl und das Essverhalten trainiert werden. Langzeiterfolge sind zu erwarten.
Sieben-Tage-Körner-Kur    
Vorwiegend Verzehr von Getreide. Ergänzung durch Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukte. Geringe Fett- und Eiweißaufnahme. Zucker, Alkohol, Salz meiden. Begrenzung auf 750 bis 1200 Kalorien. Ballaststoffreiche Kost wirkt sättigend. Steigert die Darmtätigkeit. Einfach durchzuführen. Evtl. anfangs stärkere Blähungen. Mangel an Eiweiß, Fett und lebensnotwendigen Nährstoffen kann bei längerer Durchführung zu Fehlernährung führen. Zur Anregung der Darmtätigkeit für eine Woche möglich, als Dauerernährung jedoch nicht geeignet.
Weight Watchers    
Ausgewogene, vollwertige Mischkost. Berücksichtigt persönliche Bedürfnisse. Keine festen Diätpläne. Wöchentliche Gruppensitzungen stärken das Durchhaltevermögen. Verhaltensregeln zum bewussten Essen. Nur für Menschen, die sich in Gruppen wohlfühlen. Große Gruppen mit wechselnder Teilnehmerzahl. Hohe Kosten. Erfolg hängt vom Durchhaltevermögen ab. Als Dauerernährung geeignet.

Die Tabelle entstand in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE)



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