
29.06.2009 - Gemeinsame Presseinformation der AOK Berlin und der AOK Brandenburg
Heute beschlossen die Verwaltungsräte der AOK Berlin und der AOK Brandenburg die Vereinigung ihrer Kassen zum 1. Januar 2010 zur AOK Berlin-Brandenburg – Die Gesundheitskasse. Der Fusionsbeschluss liegt den Aufsichtsbehörden beim Berliner Senat und der Landesregierung Brandenburg zur Genehmigung vor.
Sitz der neuen Krankenkasse, die mit über 1,3 Millionen Versicherten und rund 4.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Krankenkasse der Region sein wird, soll die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam werden. Die AOK-Pflegekasse wird ihren Sitz in der Bundeshauptstadt Berlin haben. Das flächendeckende Netz an AOK-Servicecentern in der Region mit 72 Beratungsstandorten bleibt voll erhalten.
Der Vorstand der AOK Berlin-Brandenburg wird aus dem Vorstandsvorsitzenden Frank Michalak und der stellvertretenden Vorstandsvorsitzen-den Gerlinde König bestehen. Werner Felder, der wegen der Fusion seinen Vertrag verlängert hatte, beendet seine Vorstandstätigkeit mit Ablauf des Jahres. Franz Josef Lünne steht aus gesundheitlichen Gründen für eine weitere Vorstandstätigkeit ab dem 1.1.2010 leider nicht mehr zur Verfügung.
Frank Michalak: „Die AOK als Marktführer der gesetzlichen Krankenversicherung in der Region hat schon jetzt mit dem Gesundheitsfonds und dem Morbi-RSA einen ganz neuen Auftritt. Mit einem gleichen Beitragssatz für alle Kassen ist nicht mehr die Beitragshöhe der entscheidende Grund für die Kassenwahl. Jetzt treten Leistungsangebote und Service in den Vordergrund. Das hat uns in diesem Jahr in Berlin und Brandenburg bereits einen kräftigen Schub nach vorne gebracht. Die finanziellen Mittel, die nach den neuen Ausgleichsmechanismen zusätzlich in die Region fließen, werden für die Absicherung einer guten, wohnortnahen medizinischen Betreuung unserer Versicherten und für die Einführung sinnvoller Versorgungskonzepte eingesetzt. Die neue AOK zählt ab 2010 zu den 15 größten Krankenkassen in Deutschland. Sie wird dann eine noch bessere Ausgangsposition haben, um die Versorgung der Versicherten besser zu gestalten und weitere Wirtschaftlichkeitspotentiale auszuschöpfen. Wir werden als neue Großkasse in einem Markt von rund 6 Millionen Einwohnern neue Versicherte gewinnen und unsere Position weiter stärken. Das ist gut für die Region. Wir werden die Vorteile von Metropole und Land bündeln und neue Dynamik in die medizinische Versorgungslandschaft bringen.“
Werner Felder betonte, dass die bisherigen AOK-Standorte in Berlin und Brandenburg, vor allem das derzeitige Geschäftsstellennetz, erhalten bleiben: „Die Fusion ist kein Programm zum Arbeitsplatzabbau bei der AOK. Wir konnten in diesem Jahr bereits weit mehr als 20.000 neue Versicherte von den Vorteilen der AOK überzeugen. Allein schon aus diesem Grund wird es keinen fusionsbedingten Personalabbau geben. Im Gegenteil: Mit einer klaren Wachstumsperspektive werden wir sogar neue Arbeitsplätze in der Region schaffen können.“
Unterhalb des zweiköpfigen Vorstandes wird ein Führungsteam in sechs Geschäftsführungsbereichen arbeiten. Weil die Betreuung alter und pflegebedürftiger Menschen eine immer größere Bedeutung erhält, wird die AOK-Pflegekasse einen eigenständigen Sitz in Berlin erhalten.
Zahlen und Fakten
AOK Berlin AOK Brandenburg
Versicherte rd. 715.000 rd. 610.000
Umsatz 2,3 Mrd. EUR 2,2 Mrd. EUR
Mitarbeiter rd. 2.300 rd. 1.900
Firmenkunden rd. 31.000 rd. 35.000
Anteil am GKV-Markt rd. 26 % rd. 30 %
Vertragspartner der
Gesundheitswirtschaft rd. 19.000 rd. 10.000
Beratungsstandorte 20 52

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