Irrtum: " In Bayern werden die Ärzte knapp"
Irrtum: " In Bayern werden die Ärzte knapp"
Tatsache ist: Bayern ist ein „Zuwanderungsland“ – auch für Ärzte. Die Gesamtzahl der im Freistaat ambulant und stationär tätigen Ärzte erreichte mit 48.646 Medizinern im Jahr 2010 erneut einen Rekordstand. 2000 betrug ihre Zahl noch 40.147. Der Anstieg liegt somit bei über 21 Prozent. Entfielen 2000 auf einen Arzt 304 Einwohner, so waren es 2010 nur noch 257.
Allein im Bereich der ambulanten ärztlichen Versorgung gibt es in Bayern 21.189 Vertragsärzte (Stand Juli 2011), deren Fachrichtung der Bedarfsplanung unterliegt. Laut aktueller Bedarfsplanung werden in Bayern nur 16.184 Ärzte für die Gesundheitsversorgung als notwendig erachtet. Die Überversorgung beträgt somit in Bayern mit rund 5.000 Ärzten über 30 Prozent. Allerdings gibt es eine ungleiche Verteilung der Ärzte zwischen Stadt und Land. Daher besteht Handlungsbedarf bei allen Beteiligten, die Bedarfsplanung anzupassen, um eine bedarfsgerechte Verteilung der Arztsitze zu erreichen. So hat ein Gutachten von prognos im Mai 2011 ergeben, dass in überversorgten Regionen bundesweit 12.000 Arztpraxen geschlossen werden könnten, ohne die Versorgung der Patienten zu gefährden.


