Irrtum: "Es gibt zu wenig Hausärzte"
Irrtum: "Es gibt zu wenig Hausärzte"
Tatsache ist: Die Zahl der in der hausärztlichen Versorgung tätigen Vertragsärzte stieg allein in Bayern in den letzten zehn Jahren um 1.442 auf 8.779 Hausärzte an. Das entspricht einer Zunahme um rund 20 Prozent. Insgesamt sind in Bayern über 800 Hausärzte mehr zugelassen, als es die Bedarfsplanung vorsieht. Von 79 Planungsbereichen in Bayern ist keiner unterversorgt. Vielmehr weisen 90 Prozent der Planungsbereiche einen Versorgungsgrad von mindestens 100 Prozent auf. Eine Überversorgung mit Hausärzten von 110 Prozent und mehr besteht sogar in 43 Planungsbereichen.
Eine ungleiche Verteilung der Arztsitze in den bayerischen Regionen gibt es auch bei der hausärztlichen Versorgung. So liegt der bayerische Planungsbereich „Landkreis Starnberg“ mit einem Versorgungsgrad an Hausärzten von 143,8 Prozent sogar bundesweit an der Spitze. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns ist für die flächendeckende Sicherstellung der ärztlichen Versorgung zuständig und kann in überversorgten Gebieten zur Bedarfssteuerung Praxen ausscheidender Ärzte aufkaufen.


