Irrtum: "Am ärztlichen Honorar wird gespart"
Irrtum: "Am ärztlichen Honorar wird gespart"
Tatsache ist: Die Einkommensentwicklung der Vertragsärzte liegt seit Jahren weit oberhalb der beitragspflichtigen Einnahmen der Krankenkassen (Grundlohnsumme). Um rund 39 Prozent ist seit 2000 das Honorarvolumen für Vertragsärzte in der GKV gestiegen. Nach Aussage der KBV erhöhen sich die Honorare im Jahr 2011 nochmals um eine Milliarde Euro. Darüber hinaus sind im Versorgungsgesetz 2011 weitere zusätzliche Honorarsteigerungen für die Vertragsärzte angelegt.
Die GKV überwies 2010 über 31 Milliarden Euro an die Kassenärztlichen Vereinigungen. Im Schnitt erhielt ein Vertragsarzt somit rund 226.000 Euro Honorar aus der GKV. Die Einkünfte aus der PKV lagen durchschnittlich bei 27.000 Euro und der Verkauf von „Individuellen Gesundheitsleistungen“ (IGeL), die häufig medizinisch nicht notwendig sind, erbrachte über 10.000 Euro. Nach Abzug der Praxiskosten blieben einem Vertragsarzt 2010 durchschnittlich rund 150.000 Euro als Reinertrag.


