Presse-Information
23.05.2006
Sie lauern in Büschen, Gräsern oder Sträuchern, warten auf einen Wirt und sobald sich etwas bewegt springen sie. In den Sommermonaten sind die Zecken vor allem morgens und nachmittags besonders aktiv. Sie nisten sich auf unbedeckten Hautstellen der vorbeikommenden Menschen ein und können Krankheiten wie die Hirnhautentzündung FSME oder die Lyme-Borreliose übertragen.
In Baden-Württemberg ist die Gefahr, nach einem Zeckenstich zu erkranken, besonders groß. 32 Land- und Stadtkreise gelten als FSME-Risikogebiet oder sogar als FSME-Hochrisikogebiet. Im vergangenen Jahr hat das Robert-Koch-Institut bundesweit 432 FSME-Erkrankungen vor allem in Baden-Württemberg und Bayern registriert. Das sind 158 Fälle mehr als 2004, da waren es 274 FSME-Erkrankungen.
Die Zahlen belegen es: „Die Impfung gegen die Frühsommermeningoencephalitis FSME bekommt einen immer höheren Stellenwert. Die FSME ist eine schwerwiegende Krankheit und deshalb sollte sich jeder rechtzeitig schützen. Optimal ist es, wenn zum Frühjahrsbeginn ein Impfschutz gegen FSME aufgebaut wurde“, erklärt Internistin Rita Kratzenberg vom AOK-Care-Telefon.
Eine zweite Krankheit, die eine Zecke übertragen kann, ist die Lyme-Borreliose. Für die Borreliose besteht keine Meldepflicht, im Gegensatz zu den FSME-Infektionen die seit 2001 bundesweit registriert werden. Nach einer Studie des Landesgesundheitsamtes Stuttgart und der Universität Heidelberg an 3708 Patienten führt aber jeder zehnte Zeckenstich zu einer Erkrankung, wenn sich die Menschen in einem Borrelien-Hochendemiegebiet aufhalten. Das heißt, wenn in diesem Gebiet besonders viele Zecken Träger und damit auch potentielle Überträger des Borreliose-Bakteriums sind.
Gegen die Lyme-Borreliose, die vor über 100 Jahren entdeckt wurde, gibt es bis heute keinen Impfstoff. „Der beste Schutz vor einer Borreliose Erkrankung ist Zeckenstiche zu vermeiden. Im Wald und Garten sollte lange Kleidung getragen werden. Auch Insekten abweisende Lotionen bieten einen gewissen Schutz. Nach einem Tag im Wald, Garten oder am Badesee sollte der gesamte Körper nach Zecken abgesucht werden.“, empfiehlt Internistin Rita Kratzenberg vom AOK-Care-Telefon. „Wird die Zecke in den ersten 24 Stunden entfernt, lässt sich eine Erregerübertragung meist vermeiden.“
Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter:
* Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg: www.landesgesundheitsamt.de
* Robert-Koch-Institut: www.rki.de
* Borreliose Bund: www.borreliose-bund.de
Die AOK Baden-Württemberg
Eine Kurzvorstellung der AOK Baden-Württemberg finden Sie hier.


