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AOK-Presseservice

05.08.2009

AOK-Statistik belegt:

Krankenstand in Baden-Württemberg erneut gestiegen
Fast jeder zweite Beschäftigte war einmal im 1. Halbjahr 2009 krankgeschrieben

Der Krankenstand in Baden-Württemberg ist nach AOK-Angaben seit 2008 wieder leicht gestiegen: Eine Auswertung der AOK Baden-Württemberg zu den Fehlzeiten ihrer pflicht- und freiwillig versicherten Mitglieder ergab für das 1. Halbjahr (Hj.) 2009 einen Krankenstand von 4,7 Prozent, gegenüber 4,6 Prozent im Vorjahr.

Auf Fehlzeiten bezogen waren Arbeitnehmer, so die AOK weiter, in Baden-Württemberg im 1. Hj. 2009 im Schnitt 7,6 Tage arbeitsunfähig erkrankt. Dabei seien im vergangenen Halbjahr, statistisch gesehen, rund 45 Prozent aller Beschäftigten mindestens einmal krankgeschrieben worden. Nach Ansicht des Vorstandschefs der AOK Baden-Württemberg, Dr. Rolf Hoberg, "kann es für den erneuten Anstieg viele Gründe geben. Probleme in der Arbeitsorganisation oder der Personalpolitik einer Firma, ein gestörtes Betriebsklima oder auch das Bangen um den eigenen Arbeitsplatz in der aktuellen Wirtschaftskrise können krank machen, psychisch sowie physisch, z. B. in Form von Rückenschmerzen durch stressbedingte Verspannungen." 

Das bestätige auch die AOK-Statistik, nach der bei den Krankheitsursachen im vergangenen Halbjahr erneut die fünf großen Krankheitsgruppen Muskel- und Skeletterkrankungen, Krankheiten des Atmungssystems, Verletzungen und Vergiftungen, psychische und Verhaltensstörungen sowie Krankheiten des Kreislaufsystems dominierten. Knapp 65 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage gingen auf sie zurück.

Unter den "Top 5" spielten mit knapp einem Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage die Muskel- und Skeletterkrankungen, und hier insbesondere Rückenerkrankungen, eine herausragende Rolle. Im Vergleich zum Vorjahr sei bei der Diagnose "Rückenschmerzen" allerdings eine leichte Abnahme zu verzeichnen.

Um den Krankenstand möglichst gering zu halten, rät die AOK allen Firmen zur frühzeitigen Vorsorge bereits am Arbeitsplatz. Mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) unterstützt die AOK Firmen nachhaltig, die sich hierbei engagieren. Zum Beispiel stellt sie Krankenstandsanalysen zur Verfügung, mit deren Hilfe mögliche Krankheits- und Belastungsschwerpunkte ermittelt werden können. Darauf aufbauend und am Bedarf und den Möglichkeiten des Unternehmens angepasst, können Gesundheitsmaßnahmen entwickelt werden. Landesweit machten allein im 1. Hj. 2009 laut AOK erneut über 600 Unternehmen im Lande von dieser Möglichkeit Gebrauch. Die Kosten für BGM-Maßnahmen können ab sofort bis zu einer Höhe von 500,- Euro je Mitarbeiter/-in und Jahr von der Steuer abgesetzt werden, auch rückwirkend für 2008.


Anmerkung für die Redaktionen
Weitere ausgewählte Statistikergebnisse sind als Anlage beigefügt.

Informationen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung der AOK im Internet unter aok-business.de/baw/   - Rubrik "Gesunde Unternehmen".
 

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