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AOK-Presseservice

22.06.2009

AOK: Guter Rat in schweren Zeiten

Ärztliche Zweitmeinung startet ab Juli
16 Spitzen-Mediziner helfen bei schwerwiegenden Therapieentscheidungen

Versicherte der AOK Baden-Württemberg können sich ab 1. Juli bei schwierigen Therapieentscheidungen die fachliche Zweitmeinung von Spitzen-Medizinern einholen. Für das neue, landesweit einmalige Angebot konnte die AOK insgesamt 16 hochkarätige Experten aus dem Lande gewinnen. "Ärztliche ZweitMeinung", so der Name des Projekts, startet in den Bereichen Onkologie und Orthopädie.

"In erster Linie geht es uns darum, Patienten bei schwerwiegenden Therapieentscheidungen besser zu unterstützen. Gerade auch in lebensbedrohlichen Situationen steht den Betroffenen jetzt eine fundierte zweite medizinisch-fachliche Beurteilung offen, damit alle sinnvollen Therapiemöglichkeiten in Betracht gezogen werden können", sagt Dr. Rolf Hoberg, Chef der AOK Baden-Württemberg, am Montag (22.06.2009) in Stuttgart. "Der kurzfristig mögliche Kontakt zu einem erfahrenem Experten soll dem Versicherten mehr Klarheit und Entlastung von oft langwierigem Klärungsaufwand bringen", führt Hoberg fort. Dabei garantiere die AOK einen Termin innerhalb von acht Tagen.

Laut Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvize der AOK Baden-Württemberg, hat die AOK für eine möglichst gleichmäßige und flächendeckende Verteilung der Experten im Land gesorgt: "Die Initiative zur Einholung einer Zweitmeinung muss in jedem Fall und ausschließlich vom Versicherten ausgehen. Das Angebot ist selbstverständlich so gestaltet, dass dem Versicherten, der das Angebot von sich aus in Anspruch nehmen will, grundsätzlich auch die persönliche Vorstellung bei dem jeweils fachlich ausgewählten Experten ermöglicht wird. Eine eigens eingerichtete Ärztliche Koordinierungsstelle mit fachärztlichen Mitarbeitern unterstützt die Versicherten dabei."

Einer der 16 teilnehmenden Experten, Prof. Dr. med. Dirk Jäger vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg, begrüßt die neue Offerte der AOK: "Eine optimale onkologische Behandlung erfordert heute, dass sich Spezialisten verschiedener Fachgebiete über Behandlungskonzepte abstimmen, wie wir es im NCT bereits praktizieren. Um Behandlungskonzepte stetig verbessern zu können, muss klinische Forschung systematisch in Patientenbetreuung integriert werden." Orthopädie-Experte Prof. Dr. med. Wolfgang Reichel, Chefarzt an der Kreisklinik Biberach, fügt hinzu: "Die Entscheidung beispielsweise eines operativen Eingriffs gehört bei Patienten zweifelsfrei zu den relevantesten Entscheidungen in deren Leben. In dieser Situation also nochmals einen weiteren Arzt zu befragen, erscheint nicht nur sinnvoll, sondern sollte durchaus zum Standardvorgehen werden."

Die AOK Baden-Württemberg möchte mit der ärztlichen Zweitmeinung auch das Arzt-/Patientenverhältnis weiter stärken. Die Kommunikation zwischen Zweitmeinungsexperten und erstdiagnostizierendem Arzt ist laut AOK deshalb integraler Bestandteil des Konzepts. "Das ist auch ganz im Interesse der niedergelassenen Ärzte", so Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg, "denn das zeigt, dass die AOK Baden-Württemberg dieses Thema gerade nicht an den Ärzten vorbeischleusen möchte und uns Ärzte ausdrücklich als Partner für eine bessere medizinische Versorgung betrachtet."

Die AOK Baden-Württemberg

Eine Kurzvorstellung der AOK Baden-Württemberg finden Sie hier.

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