AOK-PRESSESERVICE
03.12.2009
Wie die AOK Baden-Württemberg mitteilt, erhalten die rund 120.000 AOK-versicherten Pflegebedürftigen ab 01. Januar 2010 mehr Geld – dann werden nämlich die ambulanten und stationären Pflegeleistungen erhöht. Für das Jahr 2010 rechnet die AOK dadurch im Bereich der Pflegeversicherung mit Mehrausgaben in Höhe von rund 22 Millionen Euro. Eine weitere Aufstockung der Pflegeleistungen ist für Anfang 2012 vorgesehen.
„Erhöht werden die Pflegesachleistungen, Pflegegeld, Verhinderungspflege, Tages- und Nachtpflege und die Kurzzeitpflege. Bei der vollstationären Pflege erfolgt eine Erhöhung ab der Pflegestufe drei“, erklärt Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg. Ein Antrag auf Erhöhung der Pflegeleistungen sei nicht notwendig. Hoberg: „Wer bereits Pflegeleistungen bezieht, erhält ab Januar 2010 automatisch die neuen Beträge. Unsere Versicherten informieren wir bis Weihnachten schriftlich über die Neuerungen.“
Grundlage für die Erhöhung der Pflegeleistungen ist laut AOK das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz (PfWG), mit dessen Einführung am 01. Juli 2008 die Pflegeleistungen bereits erhöht wurden. Die nun anstehende zweite Erhöhung sei ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der Pflege und soll die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen finanziell entlasten.
Dies allein reiche aber nicht, um die Versorgung der Pflegebedürftigen für die Zukunft zu sichern. Hoberg: „Die Ausgaben werden weiter steigen, da aufgrund des demografischen Wandels immer mehr Menschen pflegebedürftig werden. Bis 2020 wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland um ein Drittel gestiegen sein, bis 2050 sich sogar verdoppelt haben.“ Allein 2008 habe die AOK Baden-Württemberg rund 1,1 Milliarden Euro für die Pflegeversicherung ausgegeben.
Nun gelte es, weitere Maßnahmen wie die Einrichtung von Pflegestützpunkten voranzutreiben und die Angehörigen der Pflegebedürftigen mehr zu unterstützen. „In den meisten Fällen reichen die Pflegeleistungen bei weitem nicht aus, um alle Kosten abzudecken,“ so Hoberg weiter. Viele Menschen müssten die Pflege ihrer Angehörigen zusätzlich aus der eigenen Tasche finanzieren. Auch deshalb biete die AOK Baden-Württemberg in Kooperation mit der UKV - Union Krankenversicherung AG und der SV Sparkassenversicherung private Pflege-Zusatzversicherungen an, mit denen Versicherte die gesetzlichen Leistungen ergänzen können. Informationen dazu gibt es in allen AOK-KundenCentern im Land.
Weitere Informationen zu Pflegeleistungen der AOK Baden-Württemberg gibt es im Internet unter www.aok-bw.de > Leistungen und Service > Leistungen > Pflege
Für die Redaktion:
Detaillierte Informationen zur Erhöhung der Pflegeleistungen enthalten die beigefügten Zusatzinfos.
Die AOK Baden-Württemberg
Eine Kurzvorstellung der AOK Baden-Württemberg finden Sie hier.


