Diabetesrisiko-Test
Diabetes-Risiko testen und senken

Falsche Ernährung, Übergewicht und wenig Bewegung erhöhen das Risiko, Typ-2-Diabetes mellitus zu bekommen. Testen Sie Ihr persönliches Risiko ...
Niemand ist davor geschützt, an Typ-2-Diabetes mellitus zu erkranken. Allerdings können einfache Maßnahmen dazu beitragen, das Risiko jedes Einzelnen erheblich zu senken, diese Krankheit tatsächlich zu bekommen. Denn der Typ-2-Diabetes entwickelt sich langsam über Jahre. Dabei kann er schleichend und unbemerkt Schäden verursachen, beispielsweise an den Augen, Nieren oder Füßen, ohne dass die Erkrankung bereits bekannt ist. Herzinfarkt oder Schlaganfall sind weitere Probleme, die später auftreten können. Daher sollte es vorrangiges Ziel sein, die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes zu verhindern.
„Um die Diabetes-Gefährdung so gering wie möglich zu halten, sollte jeder Erwachsene mindestens eine halbe Stunde an den meisten, am besten an allen Tagen der Woche, auf einem moderaten bis anstrengendem Niveau körperlich aktiv sein, sich durch Vollkornprodukte ballaststoffreich ernähren, nicht rauchen und auf das Gewicht achten“, rät Dr. Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke. Und wer sein eigenes Risiko kennt, einen Typ-2-Diabetes zu bekommen, kann gezielt gegensteuern.
Bisher war es allerdings kaum möglich zu sagen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Wissenschaftler des DIfE haben nun einen Test entwickelt, der Aufschluss darüber gibt, wie hoch das persönliche Diabetes-Risiko ist.
Achtung: Der Test ist nicht anwendbar, wenn bei Ihnen bereits Diabetes bekannt ist oder Sie schon einmal erhöhte Blutzuckerwerte hatten.
Folgende Faktoren wurden für den Test berücksichtigt:
- Alter: Unter 40 Jahren tritt ein Typ-2-Diabetes sehr selten auf
- Bluthochdruck: Erhöhter Blutdruck kann das Risiko verstärken
- Übergewicht: Viel Fett im Bauchbereich erhöht das Risiko
- Körpergröße: Sie spielt für die Fettverteilung am Bauch eine Rolle
- Aktivität: Bewegung hilft das Körpergewicht niedrig zu halten. Außerdem verbessert sie die Insulinwirkung, die den Blutzuckerspiegel reguliert
- Rauchen: Starkes Rauchen verstärkt die Diabetes-Gefährdung, Rauchen kann außerdem zu Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen
- Vollkornbrot: Vollkornprodukte senken das Risiko
- Fleisch: Je größer der Konsum von Rind-, Schweine-, Kalb- oder Lammfleisch, desto höher die Wahrscheinlichkeit, an Typ-2-Diabetes mellitus zu erkranken
- Kaffee: Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und gesenktem Typ-2-Diabetes-Risiko
- Alkohol: Verstärkter Alkoholkonsum zieht eine stärkere Diabetes-Bedrohung nach sich. Alkohol kann außerdem zu Sucht, Leberschäden oder Krebserkrankungen führen.
Wenn Sie ein erhöhtes Risiko haben, bieten wir Ihnen individuelle AOK-Gesundheitsangebote. Ist Ihnen etwas unklar geblieben? Möchten Sie noch mehr wissen? Rufen Sie beim AOK-Gesundheits-Telefon an.
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