AOK vor Ort
AOK-Treff: FussballGirls - Heiß aufs Toreschießen
Die 50 Mädchen aus Langenau, die sich einmal in der Woche zum
Kicken treffen, waren die ersten im Land, die das schicke schwarze Shirt
des AOK-Treffs FußballGirls tragen durften. Das tun sie mit großem Stolz.
Mit der Gründung des AOK-Treffs FußballGirls trat der TSV Langenau eine Lawine los. Schon nach kurzer Zeit stieg die Schar der kickenden Mädchen zwischen sieben und 17 Jahren auf eine halbe Hundertschaft an. „Und es werden immer mehr“, sagt Eberhard Graf, Jugendleiter der Fußballabteilung beim TSV Langenau. Denn die Mädchen sind begeistert und die Mundpropaganda funktioniert – nicht zuletzt dank der tollen T-Shirts. Auf diese werden die Sportlerinnen oft angesprochen. Die 16-jährige Özlem, die mit ihrem strammen Schuss sogar ihre Brüder beeindruckt, stört es nicht, „dass einige meiner Freundinnen glauben, Fußball sei nur was für Jungs.“ Özlem nimmt sie mit zum nächsten Freundschaftsspiel. „Dann ist meist Schluss mit dem Klischee im Kopf.“ Das bestätigt Wendy. Als sie klein war, kickte sie mit den Jungs auf der Straße. Irgendwann „wurde es komisch“ – und sie hörte auf. Daher ist sie froh, dass über den AOK-Treff in Langenau der Mädchen und Frauenfußball eingeführt wird.
Das soll überall im Land geschehen.
Der Württembergische Fußballverband (WFV) hat dafür zusammen mit der AOK – Die Gesundheitskasse ein Konzept erarbeitet. Denn im Frauenfußball liegt ein großes Potenzial, das die Vereine nutzen wollen. Nach einer Erhebung des Deutschen Fußballbunds (DFB) kicken mehr als 30 Prozent der Buben im Verein, aber nur 0,6 Prozent der Mädchen. Das soll sich ändern. Ziel ist es, bis zur Damenfußball- WM 2011 die Zahl der Mädchenteams jährlich um elf Prozent zu steigern. Für Eberhard Graf vom TSV Langenau steht fest: Die AOK-Treffs bieten den Clubs einen großen Anreiz, sich um den weiblichen Nachwuchs zu kümmern. „Bei uns steht der Spaß über dem leungsgedanken“, betont Fritz Quien. Der Stützpunkttrainer des Deutschen Fußballbunds begleitete das Trainergespann während der Aufbauphase – und ist auch danach noch mit von der Partie. „Natürlich sind Mädchen im Vorteil, die vorher schon eine Ballsportart ausgeübt haben. Das ist aber nicht Voraussetzung.“ Rennen, Dribbeln, Kopfball-Übungen und Bälle jonglieren – „das macht einfach Spaß“, sagt die zwölfjährige Vanessa, die auch gerne Hip-Hop tanzt. Büsra spielt seit Jahren Tennis. Am Fußball schätzt sie vor allem den Teamgeist, der nicht nur auf dem Platz herrscht.Wendy freut sich, dass sie beim Training neue Freundinnen gefunden hat. Doch am allerbesten, darin sind sich die Langenauer FußballGirls einig, ist das Toreschießen. Sie sind heiß darauf, sich mit anderen Mannschaften zu messen und wollen eines Tages am regulären Spielbetrieb teilnehmen. Und sie sind ganz besonders stolz, wenn sie auf ihre T-Shirts angesprochen werden, die es nur für die AOK-Fußball Girls gibt. Sie tragen sie so oft es geht. Nicht nur beim Training, sondern auch daheim und in der Schule.

Infos zu den AOK-Treffs FußballGirls bei Susanna Kraus-Janik,
Telefon 07531 501245
Langenauer Trainingstermine stehen unter http://www.tsvfussball.de/



