Z U S A T Z I N F O R M A T I O N E N zur Pressemitteilung der AOK Baden-Württemberg vom 06.09.2010 zum Thema „Kopfschmerzen“ "Bei Kopfschmerzen handelt es sich um ein sehr komplexes Phänomen", erläutert Dr. med. Martin Lay, Arzt für Allgemeinmedizin. "Heute sind weit mehr als hundert verschiedene Arten von Kopfschmerzen bekannt. Am häufigsten kommt der Spannungskopfschmerz vor, mit dem fast jeder einmal Bekanntschaft gemacht hat.Er gehört mit der Migräne und dem Cluster-Kopfschmerz zu den sogenannten primären Kopfschmerzerkrankungen. Wie schwere Migräne ist auch der Cluster-Kopfschmerz außerordentlich schmerzhaft. Er ist ein einseitiger Kopfschmerz, der in Attacken (Clustern) auftritt und oft hinter das Auge projiziert empfunden wird." Neben dem primären gebe es auch den sekundären Kopfschmerz als Begleitsymptom, das von Krankheiten oder anderen Ursachen ausgelöst werden kann, so der Arzt weiter. Es handele sich dabei zum Beispiel um die typischen Kopfschmerzen bei Grippe, um Kopfschmerzen, die von der Wirbelsäule ausgelöst werden, aber auch um Kopfschmerzen durch Rauchen oder nach übermäßigem Alkoholgenuss und bei Durchblutungsstörungen. "Für den Arzt ist es wichtig, die genaue Art und Ursache eines Kopfschmerzes abzuklären. Denn nur dann können Kopfschmerzen gezielt behandelt werden, d.h. neue Kopfschmerzattacken verhindert oder zumindest deren Schwere gemildert werden. Das gilt vor allem für Migränepatienten. Manche Patienten, die in die Praxis kommen, wissen gar nicht, dass sie unter Migräne leiden." Dr. Lay: "Auch wenn es sich bei Migräne oder Cluster-Kopfschmerz um einen primären Kopfschmerz handelt, gibt es in der Regel Auslöser – sogenannte Trigger –, die die Schmerzattacken herbeiführen. Wenn man diese Auslöser kennt, ist es auch möglich, Kopfschmerzanfällen vorzubeugen." Die Auslöser für Kopfschmerzen könnten ganz unterschiedlicher Natur sein: Schlafmangel, ein unregelmäßiger Schlaf-wach-Rhythmus, schlecht gelüftete und/oder zu trockene und zu warme (Schlaf-)Räume oder eine spezielle Empfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel, wie zum Beispiel gegen Käse oder Schokolade, kämen als Auslöser in Frage, ebenso starke Temperaturschwankungen etwa bei Saunabesuchen. Die AOK Baden-Württemberg versichert über 3,7 Millionen Menschen im Land und zahlt rund 11 Milliarden Euro pro Jahr an Leistungen in der Kranken- und Pflegeversicherung. Weitere Informationen zur AOK Baden-Württemberg im Internet unter: www.aok-bw.de